Mittwoch, 7. Mai 2014

Mehr nachhaltige Anlagen

Das Marktvolumen an nachhaltig angelegten Geldern in den drei Ländern Schweiz, Deutschland und Österreich beträgt insgesamt 134,5 Milliarden Euro – institutionelle Investoren sind zentrale Wachstumstreiber – Investitionen in Streumunition und Antipersonen-Minen bei knapp 2,5 Billionen Euro ausgeschlossen.

Immer mehr private und institutionelle Investoren entscheiden sich für Nachhaltige Geldanlagen. Das Volumen von Investments, bei denen neben finanziellen Kennzahlen auch ökologische, soziale und Governance-Kriterien in den Anlageprozess einfließen, hat in Deutschland, Österreich und der Schweiz binnen eines Jahres um zwölf Prozent zugelegt. Laut dem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2014, den das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) am 7. Mai veröffentlicht hat, ist der Markt in den drei Ländern mittlerweile insgesamt 134,5 Milliarden Euro stark.

„Die nachhaltigen Anlagemärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz entwickeln sich seit Jahren positiv“, sagt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber mit Blick auf die neuen Marktzahlen. „Nachhaltige Investments ermöglichen Anlegern, ihre finanziellen Ziele mit ihren jeweiligen Wertvorstellungen in Einklang zu bringen. Und auch Wissenschaft und Politik nehmen Nachhaltige Geldanlagen zunehmend als wichtige Treiber einer nachhaltigen Entwicklung wahr“, ergänzt der Finanz- und Nachhaltigkeitsexperte. „Die Wirkungen von nachhaltigen Anlagen rücken immer mehr in den Fokus.“

Kräftige Zuwächse im Bereich der nachhaltigen Investmentfonds und Mandate gibt es mit einem Plus von 29 Prozent vor allem in Österreich, aber auch die Schweiz und Deutschland legen mit 17 Prozent deutlich zu. In allen drei Ländern ist der Markt für nachhaltige Anlagen auch im Vergleich zum konventionellen Markt überdurchschnittlich stark gewachsen. Österreich steht hier mit einem Anteil des nachhaltigen Segments von 4,5 Prozent im Dreiländer-Vergleich an der Spitze.

„Vor allem institutionelle Investoren legen bei ihrer Vermögensverwaltung Wert auf nachhaltige Anlagekriterien“, hebt FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober hervor. „In der Schweiz und Österreich investieren betriebliche Pensionsfonds besonders häufig in nachhaltige Anlagelösungen, während in Deutschland der größte Anteil auf kirchliche Institutionen und Wohlfahrtsorganisationen entfällt“, erklärt die Expertin für Nachhaltige Geldanlagen. „Aber auch die privaten Anleger sind mit Marktanteilen von 41 Prozent in der Schweiz sowie 25 Prozent in Deutschland und immerhin 14 Prozent in Österreich von Bedeutung.“

Ein weiterer wichtiger Trend ist in allen drei Ländern die Anwendung des Ausschlusskriteriums Streumunition und Antipersonenminen auf das gesamte verwaltete Vermögen. Geächtete Waffen werden in Deutschland, Österreich und der Schweiz mittlerweile bei knapp 2,5 Billionen Euro ausgeschlossen. „Die Tendenz weist hier deutlich in Richtung eines Standards, dem sich immer mehr Finanzakteure verpflichtet fühlen“, unterstreicht der Finanz- und Nachhaltigkeitsexperte Volker Weber.

Bereits seit 2005 legt das FNG mit dem Marktbericht umfassendes Datenmaterial zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor. Die Daten für diese Studie hat das FNG erhoben. Neben dem Marktbericht fließen die Daten auch in die SRI Study des Europäischen Dachverbandes Eurosif (European Sustainable Investment Forum) ein, die im Oktober 2014 erscheinen wird. Folgende Sponsoren und Unterstützer haben den Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen 2014 ermöglicht: Union Investment, die GLS Bank, die Kepler Fonds Kapitalanlagegesellschaft m.b.H., die oekom research AG, die Swisscanto Asset Management AG, Absolut Research, das Bankhaus Schelhammer & Schattera, die Inrate AG und die RobecoSAM AG.

Quelle: Forum Nachhaltige Geldanlagen

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Sonntag, 20. April 2014

Einspar-Potential bei ETF-Kauf

Das unabhängige ETF-Portal justETF.ch hat in einem Online Broker-Vergleich die ETF-Courtagen von 16 Schweizer Banken untersucht. Dabei wurde deutlich, dass bei Orders bis zu 100'000 Franken teils erhebliche Gebührenunterschiede auftreten. Die Courtagen des teuersten Anbieters liegen das Vier- bis 50-fache höher als bei der Konkurrenz. Berücksichtigt man die ETF-Spezialtarife einzelner Direktbanken, muss der Anleger bei Grossbanken sogar bis zum 163-fachen berappen. 
Exchange Traded Funds (ETF) gelten als kostengünstige Anlageprodukte. Mit einer Kostenquote von durchschnittlich 0.38% pro Jahr sind die laufenden Aufwendungen im Vergleich zu aktiven Publikumsfonds sehr gering. ETFs werden über die Börse gehandelt. Eine wesentliche Rolle spielen daher Courtagen sowie die Geld-Brief-Spanne (Spread). Bei den gängigsten Schweizer ETFs fällt der Spread sehr gering aus. Deshalb sind gerade bei Orders von unter 100'000 Franken die Courtagen der Banken für den Anlageerfolg entscheidend. Hier bietet sich hohes Einsparpotenzial.

Das ETF-Portal justETF.ch hat in einer umfassenden Analyse der ETF-Courtagen die Onlineangebote von 16 Instituten miteinander verglichen. Insgesamt wurden die Gebühren von ETF-Orders für acht verschiedene Ordergrössen zwischen 500 und 100‘000 Franken untersucht. «Die unterschiedlichen Preismodelle und vielfältigen Gebührenstufen machen es für Anleger schwer, Angebote schnell miteinander zu vergleichen», erläutert Dominique Riedl von justETF.ch. Der ETF-Courtagen-Vergleich zeigt die attraktivsten Angebote für unterschiedliche Orderbeträge und erleichtert somit für den Anleger die Bankenauswahl.

Abhängig vom Ordervolumen kann der Anleger beim günstigsten Anbieter das Vier bis 50-fache an Gebühren sparen. Somit lässt sich mit einem Wechsel zu einer Direktbank die Rendite deutlich verbessern. Hier gilt es jedoch zu vergleichen, welcher Anbieter für die individuelle Ordergrösse das attraktivste Angebot hat. Das macht der Courtagen-Vergleich deutlich.  Bei ETF-Kleinstaufträgen von 500 Franken schneidet die Aargauer Kantonalbank mit 5trade am besten ab. Bei kleineren Beträgen von 1'000 und 2'000 Franken punkten money-net, Strateo und TradeDirect. Die Saxo Bank belegt für Orders von 5'000, 10'000 und 20'000 Franken den ersten Platz. Der neue Online-Broker Cornèr Bank konnte für Orders dieser Größenordnung ebenfalls zweimal das Podest belegen. Für grössere ETF-Orders von 50'000 und 100'000 Franken sind die drei Pauschaltarif-Anbieter cash, Easytrading (Basler Kantonalbank) und VZ Depotbank Sieger. 

Die Spanne zwischen dem günstigsten und teuersten Anbieter beträgt bei Orders bis 10'000 Franken zwischen dem Vier- und dem 15-fachen der Courtage. Darüber steigt die Spanne schnell auf ein Vielfaches an. Beispielsweise zahlt der Anleger bei einer ETF-Order von 100'000 Franken beim teuersten Anbieter, der Credit Suisse, die 50-fache Courtage im Vergleich zum günstigsten Angebot, dem Pauschaltarif bei cash. Dies liegt zum einen an dem geringen Gebührennachlass für Online-Orders, aber auch an den im Vergleich zum Handel mit Schweizer Blue Chip-Aktien über 50 Prozent höheren ETF- Gebühren. Insgesamt zählen die Angebote der Grossbanken Credit Suisse, UBS, ZKB und Raiffeisen trotz speziellen E-Banking-Konditionen bei sämtlichen Ordergrößen zu den teuersten.

Die Pauschaltarif-Anbieter haben die beiden grössten Kategorien mit einem Ordervolumen von 50'000 und 100'000 Franken für sich entschieden.
Der Vorteil dieser Angebote liegt in ihrer Klarheit. Es gibt nur einen Preis pro Order. Je grösser das Volumen, desto grösser die Ersparnis. Insgesamt kann ein Trend zu Pauschalgebühren beobachtet werden. Zu den Pauschaltarif-Anbietern zählen Easytrading der Basler Kantonalbank, Migros Bank, VZ Depotbank und seit kurzem auch cash mit der bank zweiplus. Cash und Easytrading offerieren Pauschalgebühren von 29 bzw. 30 Franken, VZ Depotbank und die Migros Bank verrechnen 39 bzw. 40 Franken pro Order.


Es geht noch günstiger, wie die ETF-Sonderkonditionen von Swissquote zeigen: Der Spezialtarif in Zusammenarbeit mit mehreren ETF-Anbietern ist die erste Wahl für Käufe ab 1'000 Franken. Für 9.85 CHF/USD/EUR können alle ETFs von Amundi ETF, ComStage, db X-trackers, ETF Securities, iShares, Lyxor ETF, RBS Market Access, UBS ETF, Vanguard und ZKB an der Schweizer Börse gehandelt werden. Somit gelten diese Sonderkonditionen für insgesamt 632 ETFs, die über  90 Prozent des gesamten Schweizer ETF-Marktes ausmachen. Für alle anderen passiven Indexfonds gelten bei Swissquote die Standardkonditionen.

Neben den Standardgebühren fallen bei jeder Order je nach ETF-Struktur eidgenössische Stempelsteuern von 0.75 ‰ oder 1.50 ‰ an. Obendrauf kommen noch die Börsengebühren. Bei vielen Banken werden diese nicht transparent in den Gebührenordnungen dargestellt. Wichtig zu wissen ist, dass auch in den Pauschal- und Spezialtarifen diese Gebühren respektive Steuern nicht enthalten sind. Neben den Ordergebühren sollten auch die Depotgebühren bei der Rechnung nicht vernachlässigt werden. Diese werden um so wichtiger, je weniger ein Anleger handelt. Auch hier reicht die Bandbreite von kostenfreien Depots wie bei Cornèr Bank, Postfinance und Saxo Bank bis hin zu jährlichen oder quartalsweisen Gebühren. Mitunter fällt sogar pro Position ein Obolus an.

Fazit: Das Einsparpotenzial bei ETF-Courtagen durch die Nutzung von Direktbanken ist gross. So lassen sich leicht mehrere hundert Franken pro Order sparen. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen ist der Vergleich also ein Muss, um die Rendite zu steigern.   

Ranking-Tabellen und Grafiken Die Ranking-Tabellen für alle Transaktionsgrössen finden Sie im Anhang. Die detaillierte Analyse zum ETF-Courtagen-Vergleich finden Sie unter: https://www.justetf.com/ch/online-broker-vergleich/etfs-kaufen.html


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Donnerstag, 6. März 2014

Danone und Solarworld fliegen raus

Zwei Aktien fliegen aus dem renomierten Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index - wobei mit Solarworld eine Energieaktie betroffen ist, die soeben wieder Eingang gefunden hat in einen reinen Solarindex (siehe Vorsorgemedia vom 5. März 2014). Eine Einschätzung von ecoreporter.de, der Internetplattform für nachhaltiges Investment.

Die Aktie des französischen Nahrungsmittelkonzerns Danone fliegt aus dem Nachhaltigkeitsindex Global Challenges Index (GCX). Das gab die Börse Hannover bekannt, die den GCX in Zusammenarbeit mit der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom Research AG aus München entwickelt und im September 2007 gestartet hat. Dieser Nachhaltigkeitsindex umfasst 50 Unternehmen, die in Nachhaltigkeitsanalysen von oekom besonders gute Noten erhalten. Dazu zählt Danone den Angaben zufolge nicht mehr, da in China tätigen Tochterunternehmen des französischen Konzerns vorgeworfen wird, Krankenhauspersonal bestochen zu haben, damit Neugeborenen das von ihnen produzierte Milchpulver verabreicht wird.

Ebenfalls ausgeschlossen wurde die Aktie der Bonner SolarWorld, dies weil die Marktkapitalisierung des Unternehmens nicht mehr den Anforderungen des GCX entspricht, wie mitgeteilt wurde. Der Solarkonzern war in eine Existenzkrise geraten, aus der er sich nur durch einen harten Kapitalschnitt zu Lasten der Altaktionäre und eine umfassende finanzielle Restrukturierung befreien konnte.

Die Zusammensetzung des GCX wird halbjährlich geprüft. Für die beiden ausgeschiedenen Unternehmen rücken British Sky und Enagas zum 21. März neu in den Nachhaltigkeitsindex auf. „Die British Sky Broadcasting Group ist der führende Anbieter von Bezahlfernsehen in Europa und punktet vor allem durch sehr umfangreiche Klimaschutzmaßnahmen mit detaillierten Zielen und Aktionsplänen“, erläutert Dr. Sandra Reich, Geschäftsführerin der Börse Hannover. Außerdem biete British Sky im Branchenvergleich „sehr gute TV-Programminhalte zum Thema Klimaschutz und trage damit zur Aufklärung über die Ursachen und Folgen des Klimawandels bei.


Für den spanischen Konzern Enagas, der auf den Transport und die Speicherung von Erdgas spezialisiert ist, sprechen unter anderem umfassende und verbindliche Arbeitsrechtsstandards für Zulieferer und Auftragnehmer. Das stellt Karsten Greye fest, branchenverantwortlicher Analyst bei oekom research. Er ergänzt: „Aus Nachhaltigkeitssicht begrüßenswert ist zudem, dass bei der Vergütung der Vorstände Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt werden. In der Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen und Vergütung sehen wir einen wichtigen Hebel für die stärkere Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Aspekten in den Unternehmen“, so Greye weiter.


Quelle: www.ecoreporter.de

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Mittwoch, 5. März 2014

Solaraktienindex neu strukturiert

Der Bonner Solarkonzern Solarworld AG und der chinesische Siliziumhersteller Daqo New Energies sind zum Wochenschlusskurs vom 28. Februar 2014 in den PHOTON Photovoltaik-Aktien Index (PPVX) aufgenommen worden. Sie ersetzen den US-amerikanischen Produktionsanlagenhersteller GT Advanced Technologies Inc. (GTAT) und den chinesischen Modulhersteller LDK Solar. 

Bei GTAT ist der Umsatzanteil im Photovoltaikbereich unter 50 Prozent gesunken, somit erfüllt das Unternehmen nicht mehr die Kriterien des Index. LDK wiederum musste als der Titel mit der geringsten Marktkapitalisierung (zuletzt 143 Millionen Euro) seinen Platz räumen. Während Daqo erstmals in den PPVX aufgenommen wird, war Solarworld bereits zum Start des Index im August 2001 dabei und erreichte zeitweise einen Börsenwert von mehreren Milliarden Euro, schied aber nach einem starken Kursverfall auf unter 100 Millionen Euro im Mai 2013 wieder aus. 

Solarworld gibt nach einer Umschuldung rund 14,1 Millionen neue Aktien aus, die überwiegend aus der Umwandlung zweier Anleihen stammen, aber noch nicht an der Börse gelistet sind. Als Einstandskurs für den PPVX dient für diese Aktien deshalb ersatzweise der vorbörsliche Kurs von 17,50 Euro, während die verbliebenen, rund 0,75 Millionen alten Aktien noch bei einem Kurs von 44,00 Euro stehen. Berücksichtigt man beide Kurse, ergibt sich aktuell eine Marktkapitalisierung von 282 Millionen Euro. Daqo New Energy mit Sitz in Wanzhou ist ein relativ kleiner Siliziumhersteller, dessen Aktien derzeit bei 45,70 Dollar (33,18 Euro) notieren. Der Börsenwert von 231 Millionen Dollar (167,7 Millionen Euro) entspricht fast dem vierfachen Jahresumsatz. 

Die Marktkapitalisierung aller 30 Unternehmen im PPVX beträgt rund 38,2 Milliarden Euro. 11 PPVX-Unternehmen haben ihren Sitz in China, 7 in Taiwan. Die restlichen 12 verteilen sich auf die USA (6), Deutschland (3), Norwegen (2) und die Schweiz (1). 

Quellen:  PHOTON
http://www.oeko-invest.de

Die vollständige Pressemitteilung finden Sie auch im PHOTON-Archiv unter folgendem Link:
http://www.photon.info/newsletter/document/84595.pdf

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Dienstag, 4. Februar 2014

In Zukunft gemeinsame Finanz-Messe

Die Fondsmesse öffnet am Mittwoch im Zürcher Kongresshaus wieder ihre Tore - das wird in dieser Form aber das letzte Mal sein: Die Veranstalter des Strukturierte Produkte Forums und der Fondsmesse sind übereingekommen, die beiden Finanzmessen zusammenzulegen. Daraus entsteht neu die grösste Schweizer FINANZ-Messe für institutionelle Investoren und Privatanleger. Das neue Messeformat wird im kommenden Jahr unter dem Namen FINANZ’15 lanciert. Veranstaltet wird die neue Messe von der BEVAG Better Value AG. 
 

SIX Structured Products Exchange und der Schweizerische Verband für Strukturierte Produkte als Veranstalter des Strukturierte Produkte Forums sowie die BEVAG Better Value AG als Veranstalterin der Fondsmesse haben beschlossen, die beiden Finanzmessen künftig unter dem Namen FINANZ’15 gemeinsam durchzuführen. FINANZ’15 wird zur grössten Austausch- und Informationsplattform für Anleger in der Schweiz.  Das neue Messeformat bietet institutionellen und privaten Investoren erstmals die Möglichkeit, sich mit Experten über eine umfassende Palette von modernen und innovativen Anlageprodukten zu unterhalten. 

Die Fondsmesse, die am 5. und 6. Februar 2014 zum sechzehnten Mal im Kongresshaus ihre Tore öffnet, zog seit ihrer Gründung über 130 000 Besucher an. Das Strukturierte Produkte Forum (vormals Strukturierte Produkte Messe) verzeichnete in den sechs Jahren seines Bestehens gegen 25 000 Besucher und fand letztmals im Herbst 2013 statt. 

«Indem wir die Stärken der beiden Veranstaltungen verbinden, gewinnt die neue Finanzmesse als Plattform für den Austausch von Wissen, Trends und Erfahrungen im Anlagebereich zusätzliches Profil. Gleichzeitig ermöglicht uns dieser Zusammenschluss, ein noch breiteres Spektrum an Finanzprodukten präsentieren zu können und den Besuchern mit diesem ganzheitlichen Ansatz einen wertvollen Mehrwert zu bieten», betont Gregor Johner, Partner der BEVAG Better Value AG. Die FINANZ’15 wird am 4. und 5. Februar 2015 im Kongresshaus Zürich stattfinden.


Quelle: Bevag Better Value AG

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Sonntag, 5. Januar 2014

Der Finanzrucksack für 2014

Vorsorgemedia berichtet regelmässig über wichtige Aspekte der Anlage und Vorsorge. Zu Beginn des neuen Jahres - verbunden mit den besten Wünschen - sei zusammenfassend auf aktuelle Erkenntnisse verwiesen, die auch in einer Beratung vertieft werden können (siehe Vermerk linke Spalte). Der Beitrag befasst sich auch mit der nachhaltigen Geldanlage und warnt auch vor einem spezifischen Solarinvestment. Wie im Allgemeinen vorzugehen ist, vermittelt das folgende gute Dutzend Tipps:

  1. Zuallererst eine Anlagestrategie formulieren, die auf den eigenen Zielen (zb Sicherung des vorhandenen Vermögens oder möglichst grosse Wertsteigerung) und der Risikobereitschaft (Akzeptanz eines 50%-igen Verlusts) aufbaut.
  2. Festhalten an der einmal formulierten Strategie: Was nicht heisst, diese in Stein zu meisseln - aber eben auch nicht, sie bei der ersten Verunsicherung gleich wieder zu kippen.
  3. Geduld ist meist der beste Ratgeber: Anlageerfolge stellen sich nicht innert kürzester Frist ein - ist dies mal der Fall, so handelt es sich eher um Glück denn um eine bereits erfolgserprobte Strategie. In der Regel empfiehlt es sich, die Strategie zumindest einmal jährlich zu überdenken - aber auch nicht viel häufiger.
  4. Viel Hin und Her macht die Taschen leer - und vergeudet viel Zeit: Dies ist wohl eine der treffendsten Börsenweisheiten, die sonst ja meist ziemlich hohl sind (wie «Sell in May and go away»). Die Weisheit gilt auch für die gesamte Anlagestrategie - denn auch der Wechsel von der Börse weg in andere Anlageklassen wie Sparbücher oder Obligationen verbraucht viel Energie, nicht nur Spesen.
  5. Um Disziplin und Geduld zu üben, ist ein Finanztagebuch nicht zu vergessen: Schreiben Sie alle relevanten Überlegungen und Entscheide kurz und knapp auf - so wissen Sie auch später, warum Sie so und nicht anders entschieden haben. Das bewahrt voraussichtlich auch vor überstürzten Entscheiden.
  6. Es gibt keinen richtigen Anlagezeitpunkt: Das gilt nicht nur für Aktien - in der aktuellen turbulenten Finanzwelt können politisch oder anders bedingt die Verhältnisse sehr schnell ändern. Und dann war eben ein bestimmter Moment für einen weit reichenden Entscheid genau der falsche und selten der richtige. Wer hätte den rasanten Fall des Goldpreises vorausgesehen (der Schreibende nicht)?
  7. Konstant handeln und in kleinen Schritten vorgehen: Wichtiger als auf den richtigen Moment zu warten ist es, kontinuierlich und in kleinen Schritten vorzugehen. Bezüglich Goldanlage kann das zb heissen, monatlich 10, 50 oder 100 Gramm zu kaufen - je nachdem auch als so genannte ETF (siehe unten mehr dazu). Und das über einen langen Zeitraum, um eine substantielle Goldposition aufzuzbauen zu einem insgesamt durchschnittlich guten Preis. Ähnlich ist auch mit einzelnen Aktien - oder noch besser mit Anlagefonds - vorzugehen.
  8. Anlegen mit Fonds noch immer einer der Köngiswege: Und zwar, weil es eben nicht ratsam ist, alle Eier in einen Korb zu legen im Hinblick darauf, dass dieser Korb ja runter fallen könnte. So gibt es in vielen Anlagebereichen, vor allem aber bei Aktien eben die Möglichkeit, statt nur in einzelne in eine ganze Reihe von Papieren zu investieren. Und ksotengünstig machen das eben die erwähnten Exchange Traded Funds (ETF). Damit ist man dann zwar nicht besser als der Durchschnitt aller AnlegerInnen in einer bestimmten Anlageklasse, aber eben auch nicht schlechter als dieser Durchschnitt. Bekannt ist ja vielleicht der Witz, wonach sich mehr als drei Viertel der AutofahrerInnen als überdurchnittlich gut einschätzen.....
  9. Bei Unsicherheit nehme man / frau sich ganz einfach - Zeit: Anlageentscheide drängen in den seltensten Fällen. Wer also beispielsweise plötzlich über eine grössere Summe verfügt (aufgrund einer Erbschaft oder der Auszahlung einer Freizügigkeitslösung), lege diese auf einem vergleichsweise gut verzinsten Sparkonto, allenfalls in einer (durch den EinlegerInnenschutz auch gedeckten) Kassenobligation an. Erst wenn Sicherheit über den Weg besteht (siehe Anlagestrategie oben) soll der Entscheid für eine andere Anlagelösung fallen.
  10. Nachhaltige Geldanlage ist eine tolle Sache - aber: Vorsorgemedia hat immer wieder die guten Seiten einer an Nachhaltigkeit orientierten Anlage betont. Aber auch solche Anlagen sind vor Ungemacht nicht gefeit - im abgelaufenen Jahr sind etwa mehrere börsenkotierte Solarfirmen pleite gegangen oder leiden noch immer unter teils mehr als 90-prozentigem Verlust. Auch hier gilt das Prinzip der Diversifikation, also der Verteilung auf verschiedene Anlagen und insgesamt keine einseitige Gewichtung. Gewarnt sei etwa auch vor der aktuell zur Zeichnung aufliegenden Obligation des Schweizer Solarunternehmens Edisun Power. Der hohe Zins von 4,5 % verheisst nichts gutes.
  11. Zu warnen ist vor Vielem: Man / frau bedenke stets - wer Anlagevorschläge macht, verfolgt damit meist handfeste finanzielle Interessen (für einmal ist der Schreibende ausgenommen :-). Doch nicht nur die Kosten solcher vorgeschlagener Anlagen fallen ins Gewicht, sondern auch immer häufiger wieder deren Komplexität. Es verwundert, wie fünf Jahre nach der gigantischen Finanzkrise all die Derivate wieder im Schwange sind, die zum Entstehen der Krise beigetragen haben. Da kann nur gelten: Finger weg! Auf Ihre Anregung hin sollte vielleicht auch Ihre Pensionskasse auf solche Investments verzichten! 
  12. Zins und Zinseszins haben viel an Glanz verloren: Vor der Krise ging eine Weisheit kräftig vergessen - dass hohe Zinsen ein hohes Risiko anzeigen. Unterdessen wissen wir einiges, wenn auch nicht alles besser. Die Zinsen sind mickrig - aber doch fallen sie langfristig ins Gewicht. Nur eben, langfristig heisst möglicherweise weit mehr als zehn Jahre!
  13. Und noch diese Lesetipps: Vorsorgemedia bringt stets ganz aktuelle Medienhinweise zu interessanten Artikeln betreffs Anlage und Vorsorge - siehe dazu die rechte Spalte. Ein Archiv (siehe Menü oben) stellt zudem den Zugriff auf alle früheren Medienhinweise sicher. Und ganz speziell für die Vorsorge beachte man: Beobachter - Welche Absicherungen bringen wirklich etwas?!
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