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Mittwoch, 14. September 2016

Governance-Studie: Geberit schlägt auch in dieser Hinsicht Alle

Die bereits achte zRating-Studie zur Coporate Governance in der Schweiz rangiert Geberit vor Ascom und PSP Swiss Property. Verbessert gegenüber dem Vorjahr hat sich die Geschäftsführung der börsenkotierten Unternehmen in der Schweiz insgesamt aber kaum - so gilt hierzulande das eigentlich selbstverständliche Prinzip von «Eine Aktie gleich eine Stimme» noch längst nicht in allen Unternehmen. 

Daran gibt es nichts zu kritteln: Geberit kann weiterhin als nachhaltigstes börsenkotiertes Unternehmen der Schweiz gelten. Allerdings Achtung: das ist keine Aktien-Kaufempfehlung - die Zurückhaltung bezieht sich auf die bereits hohe Bewertung in finanzieller Hinsicht. Andere Nachhaltigkeitskriterien von Geberit sind aber weiterhin excellent, wozu sich auch die neueste zRating-Corporate-Governance-Beurteilung gesellt. Diese führt das Zürcher Oberländer Unternehmen mit Weltruf in der Sanitärbranche an erster Stelle.

Bewertet werden gemäss zRating im Hinblick auf gute Unternehmensführung vier Kriteriengruppen. Sie unterteilen sich in:
  1. Aktionariat und Kapitalstruktur
  2. Mitwirkungsrechte der AktionärInnen
  3. Zusammensetzung Verwaltungsrat / Geschäftsleitung und Informationspolitik
  4. Vergütungs- und Beteiligungsmodelle Verwaltungsrat / Geschäftsleitung    
Alle Daten stammen aus den drei Quellen Statuten, Geschäftsberichte 2015 und Generalversammlungen. Bereits zum achten Mal zeigt die Studie damit eine Rangliste von 171 Schweizer Publikumsgesellschaften. Die höchste Punktzahl neben Geberit mit ebenfalls 84 von 100 erreichte die Telekommunikationsfirma Ascom, dahinter folgen unter anderem PSP Swiss Property, Forbo, mobilezone, VZ Holding und Lonza. Nicht alles erste Adressen einer nachhaltigen Geldanlage. Was das Spezielle der Corporate Governance Analyse zeigt: Sie analysiert gemäss vorgängig erwähnten Kriterien und lässt andere Nachhaltigkeitsaspekte - auch die finanziellen - aussen vor. 

Kritisch merken die Studienautoren an, dass schweizweit noch längst nicht überall in der Unternehmenswelt das Prinzip «one share - one vote» erfüllt ist. Auch sind die Spitzensaläre weiterhin sehr hoch, wenn auch Exzesse seltener geworden seien. Mehr Frauen und mehr Ausländer in den Spitzengremien der beobachteten Unternehmen gelten den zRating-Analysten als Fortschritte in der Corporate Governance. Bei Neubesetzungen entfallen immerhin gegen 40 Prozent auf Frauen. 

Fast müssig zu erwähnen, dass Geberit bereits in der Aufstellung der besten Verwaltungsräte der Schweiz seitens der Finanz und Wirtschaft von Juli dieses Jahres obenaus geschwungen hatte. Damals vor Georg Fischer und Givaudan. Letztere schneiden gemäss zRating in deren umfassenderen und nun aktuell vorliegenden Corporate-Governance-Studie deutlich schlechter ab (Ränge 78 resp. 21). Ob soviel positiver Bemerkungen zu Geberit sei nochmals betont - bei all dieser günstigen Nachhaltigkeits-Beurteilung ist darauf hinzuweisen, dass der Börsenkurs von Geberit seit langem fast nur eine Richtung kennt: nach oben. Auch im laufenden Jahr ist ein Plus von fast einem Viertel zu verzeichnen. Der Kauf der Aktie ist also nur sehr langfristig und gut diversifizierten AnlegerInnen zu empfehlen, am ehesten auch nach einer zwischenzeitlichen Abschwächung.

Quelle: zRating/infras 

Donnerstag, 12. Mai 2016

Immer mehr nachhaltige Anlagen

Das Volumen Nachhaltiger Geldanlagen hat 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz kräftig zugelegt. Dies geht aus den Jahresstatistiken des Fachverbands Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor. Demnach sind Investments, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien Berücksichtigung finden, um 65 Prozent auf 326 Milliarden Euro angewachsen. In allen drei Ländern konnte das nachhaltige Segment ein höheres Plus verzeichnen als sein konventionelles Pendant. 

„Erneut hat sich gezeigt, dass institutionelle Investoren wie Privatanleger zunehmend auf Nachhaltige Geldanlagen setzen“, sagt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber während der Präsentation des neuen FNG-Marktberichts. „Sowohl in Deutschland, als auch in Österreich und der Schweiz ist der Anteil Nachhaltiger Geldanlagen am Gesamtmarkt deutlich angestiegen. Zwar liegt die Quote in allen drei Ländern noch im einstelligen Prozentbereich, jedoch deutet alles auf weiteres Wachstum hin (in der Schweiz sind es derzeit rund 4,5 Prozent). Zudem ist bei diesen Berechnungen der viel umfassendere Bereich des verantwortlichen Investments im Umfang von über vier Billionen Euro nicht berücksichtigt.“ 

Bei verantwortlichen Investments kommen im Gegensatz zu Nachhaltigen Geldanlagen nur wenige Strategien oder Kriterien, etwa der Ausschluss von Antipersonen-Minen und Streumunition, zur Anwendung. Angesichts der fortschreitenden globalen Erwärmung und der Beschlüsse des Gipfels von Paris gewinnt außerdem der Klimawandel für Finanzakteure weiter an Relevanz. „Unsere Analysen speziell zu diesem Thema haben ergeben, dass sich die Branche zunehmend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist“, erläutert FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. „Aus Sicht von Investoren und Vermögensverwaltern geht es jedoch auch darum, mögliche Risiken für Anlagen aktiv und vorausschauend zu managen. Beliebte Strategien hierfür sind die Nutzung der Einflussmöglichkeiten über Dialoge und auf Aktionärsversammlungen, das Divestment CO2-intensiver Titel sowie klimafreundliche Investitionen. Auch wird das Instrument, den CO2-Fußabdruck von Portfolios zu messen, immer wichtiger.“ 

Das FNG stellt mit seinem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen seit über zehn Jahren umfassende Statistiken zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Die Daten erhebt das FNG. Die Statistiken werden in die SRI Study des europäischen Dachverbands Eurosif einfließen, die im Herbst dieses Jahres erscheint.
 


Mittwoch, 4. November 2015

Erste Studie zu CO2-Risiken des CH-Finanzplatzes

Um den Klimawandel zu bekämpfen, muss der Ausstoss von Treibhausgasen massiv reduziert werden. Vor diesem Hintergrund können Investitionen in fossile Energien für den Schweizer Finanzplatz Risiken bergen. Erstmals zeigt eine Studie im Auftrag des BAFU, wie hoch die Emissionen sind, die mit solchen Investitionen verbunden sind. Sie liefert eine erste Abschätzung der finanziellen Risiken für den Aktienfondsmarkt und für Pensionskassen.

Viele Anleger investieren in beträchtlichem Umfang in treibhausgasintensive Unternehmen und in fossile Energieträger. Diese Investitionen könnten zukünftig an Wert verlieren, wenn die globalen Treibhausgasemissionen so eingeschränkt werden, wie dies zur Erreichung des klimapolitischen 2-Grad-Ziels nötig ist. Das Bundesamt für Umwelt BAFU hat diese so genannten Kohlenstoffrisiken (bekannt unter der Begriff Kohlenstoffblase oder «carbon bubble») im Rahmen einer Studie für die Schweiz abgeschätzt.

Dazu wurden die 100 grössten Schweizer Aktienfonds, die Aktienfonds der systemrelevanten Banken sowie die Aktienportfolios ausgewählter Pensionskassen auf ihre Treibhausgasintensität hin geprüft. Zudem wurde ermittelt, in welchem Ausmass wichtige Finanzmarktindizes fossile Energien enthalten (siehe Zusammenfassung der Studie im Anhang). Zum heutigen Zeitpunkt finanziert der Schweizer Aktienfondsmarkt Emissionen von gut 52,2 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente (CO2eq) im Ausland. Dies entspricht in etwa dem Schweizer Austoss im Jahr 2013. Betrachtet man  Pensionskassen und deren ausländische Aktien, so sind Emissionen von 25 Millionen Tonnen CO2eq oder 6,4 Tonnen pro versicherte Person damit verbunden. 

Wenn diese CO2-Emissionen künftig mehr kosten, ergibt sich daraus ein potenzielles Risiko. Je nach CO2-Preisszenario ergeben sich Kosten für den Schweizer Aktienfondsmarkt zwischen 1 und 6,75 Milliarden Franken, wobei der obere Wert gut einem Prozent des Bruttoinlandprodukts der Schweiz entspricht. Müssten die Pensionskassen ihre CO2-Kosten tragen, entspräche dies im höchsten Preisszenario rund einem Fünftel der aktuell pro Jahr ausbezahlten Altersrenten. Risiken durch höhere CO2-Kosten werden von den meisten Schweizer Anlegern heute noch kaum berücksichtigt. Die Studie zeigt, dass das Investitionsverhalten eine globale Erwärmung um 4 bis 6 Grad Celsius unterstützt. Ein wichtiger Grund dafür ist, dass Investoren ihre Kohlenstoffrisiken kaum kennen, weil die mit den Investitionen verbundenen Emissionen nicht systematisch erhoben werden. 

Hier liegt gemäss der Studie ein wichtiger Ansatzpunkt, um den entsprechenden Risiken möglichst frühzeitig zu begegnen. Dann können diese Informationen öffentlich gemacht werden. Verschiedene internationale Initiativen (z.B. Montreal Carbon Pledge) bieten den Anlegern eine Hilfestellung bei der Beurteilung dieser Risiken. Auf politischer Ebene sind mittlerweile einige Länder daran, Rahmenbedingungen für mehr Transparenz in Bezug auf die CO2-Intensität von Investitionen zu schaffen. Die Schweiz als umweltbewusste Industrienation mit einem der wichtigsten Finanzplätze weltweit könnte im Bereich klimafreundliches Investieren eine Vorreiterrolle übernehmen.


Rückfragen:
Telefon: +41 58 462 90 00
Email: mediendienst@bafu.admin.ch
Quelle: Bundesamt für Umwelt BAFU: http://www.bafu.admin.ch
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Montag, 9. Februar 2015

Viel Geld liegen gelassen

Der Finanzvergleichsdienst moneyland.ch hat das diesjährige Sparpotenzial für Schweizer Bankkunden für die Bereiche Kreditkarten, Privatkonto, Sparkonto, Säule 3a, Hypotheken und Online-Trading untersucht. Ergebnis: Schweizerinnen und Schweizern entgehen pro Jahr rund 6.3 Milliarden Franken, weil sie nicht zu den jeweils besten Angeboten wechseln.
 

Schweizer Bankkunden sind treue Seelen. Während viele Schweizer jedes Jahr die Krankenkassen-Prämien vergleichen, unterziehen nur wenige ihre Bankprodukte einem regelmässigen Kostencheck. Dabei ist das Sparpotenzial gross, wie die aktuelle Untersuchung von moneyland.ch zeigt.  Einerseits könnten Schweizerinnen und Schweizer zu Produkten mit geringeren Kosten wechseln und auf diese Weise viel Geld sparen. Gerade bei Kreditkarten, Privatkonten und Online-Trading sind sich Schweizer Bankkunden der versteckten Kosten häufig nicht bewusst. Andererseits hätte die Schweizer Bevölkerung am Ende des Jahres mehr auf dem Konto, wenn sie zu Produkten mit höheren Zinsen wechseln würde. Dazu gehören etwa Sparkonten und Säule-3a-Konten: Mit einem Wechsel zu den führenden Angeboten könnten insgesamt mehr als 2 Milliarden Franken an zusätzlichen Zinseinnahmen generiert werden.

Insgesamt summiert sich das Sparpotenzial auf 6.27 Milliarden. Dabei sind Produkte und Dienstleistungen wie Vermögensverwaltung, Freizügigkeitskonto oder Kassenobligationen nicht einmal in der Hochrechnung berücksichtigt worden. Das eindrückliche Sparpotenzial kommt aufgrund der markanten Differenzen zwischen den verschiedenen Bankangeboten bezüglich Zinsen und Kosten zustande. Zugespitzt formuliert: «Die meisten Schweizer zahlen für ihre Bankprodukte zu viel und erhalten zu wenig Zinsen», so Moneyland-Geschäftsführer Benjamin Manz. 

Im Jahr 2014 waren rund 6'399'000 Kreditkarten im Umlauf. Das maximale Sparpotenzial pro Jahr und Karte für einen Durchschnittsnutzer beträgt rund 866 Franken, das durchschnittliche Sparpotenzial beziffert moneyland.ch auf immerhin noch 84 Franken. Dabei sind die teuren Platinum-Karten nicht einmal mit eingerechnet. Auf die Gesamtheit aller Schweizer Kreditkarten bezogen ergibt das rund 538 Millionen Franken an möglichen Kosteneinsparungen pro Jahr.

Fast jede Schweizerin und jeder Schweizer besitzt ein eigenes Konto für den Zahlungsverkehr. Bei einem Vergleich der Girokonten sind sowohl die Zinssätze als auch eine Reihe von Kosten für Debitkarte, Kontoführung und Zahlungsverkehr zu beachten. Für junge Durchschnittsnutzer bis zu einem Alter von 25 Jahren mit einem Kontobetrag von durchschnittlich 10'000 Franken beträgt das Sparpotenzial schweizweit rund 373 Millionen Franken. Die erwachsene Schweizer Bevölkerung ab 25 Jahren kommt auf ein maximales Sparpotenzial von 251 Franken pro Durchschnittsnutzer mit einem durchschnittlichen Kontobetrag von 20’000 Franken, das durchschnittliche Sparpotenzial beträgt geschätzte 85 Franken pro Kopf. Auf die gesamte erwachsene Bevölkerung hochgerechnet ergibt das eine Sparmöglichkeit von 505 Millionen Franken pro Jahr.

Auf Schweizer Sparkonten von privaten Haushalten lagern eindrückliche Spareinlagen in der Höhe von rund 288 Milliarden Franken. Die durchschnittlichen Sparkontoeinlagen von privaten Kunden betragen rund 35'000 Franken. Durchschnittlich könnten die Schweizer rund 301 Franken pro Kopf und Jahr mehr sparen, wenn sie zum Angebot mit dem höchsten Zinssatz wechseln würden. Das sind eindrückliche 1.791 Milliarden Franken pro Jahr für die Gesamtbevölkerung.

Auch bei Säule-3a-Sparkonten sind die Zinsdifferenzen markant. Pro Säule-3a-Konto mit einem Durchschnittsbetrag in der Höhe von 26'500 Franken liegt ein durchschnittliches Sparpotenzial von immerhin 146 Franken pro Jahr brach. Wenn alle Vorsorgesparer ihre Säule-3a-Guthaben beim Anbieter mit dem höchsten Zinssatz deponiert hätten, ergäbe das für die rund 1'770'500 Schweizer Säule-3a-Sparkonten eindrückliche 258 Millionen Franken an zusätzlichen Zinserträgen pro Jahr.

Private Haushalte sind im Besitz von Hypotheken in der Höhe von ungefähr 711.6 Milliarden Franken. Unter der hypothetischen Annahme, dass auch die Festhypotheken im Untersuchungsjahr ohne Strafgebühren gewechselt werden könnten, könnten Schweizer Hypothekarnehmer geschätzte 2.647 Milliarden Franken jährlich einsparen. Dazu müssten sie bloss mehrere Offerten bei führenden Banken und Versicherungen einfordern und sich für die günstigste Hypothek entscheiden.

Die rund 400'000 Online-Trading-Kunden in der Schweiz könnten markant Geld sparen. Das maximale Sparpotenzial, also die Differenz zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot für einen Durchschnitts-Trader, beträgt beträchtliche 1’918 Franken pro Jahr. Auch das durchschnittliche Sparpotenzial für einen durchschnittlichen Trader ist mit 407 Franken immer noch ein stolzer Betrag. Hochgerechnet auf alle Trader in der Schweiz sind das rund 163 Millionen Franken pro Jahr.

Die beste Bank an sich gibt es nicht. «Vielnutzer erhalten zum Beispiel bei der einen Bank das günstigste Privatkonto, während Wenignutzer bei einer anderen Bank am wenigsten Gebühren zahlen», so Moneyland-Analyst Loreno Schaufelberger.  «Wichtig ist jeweils der individuelle Vergleich, wie er mit den interaktiven Rechnern von moneyland.ch nun auch für Privatkonten und andere Bankprodukte in der Schweiz zum ersten Mal möglich ist. Dabei dürfen aber qualitative Aspekte wie etwa die Zufriedenheit mit der eigenen Bank auch nicht ausser Acht gelassen werden.»


Kontakt für weitere Informationen:
www.moneyland.ch 

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Mittwoch, 24. September 2014

Das sind gemäss dem DJSI die Besten

S&P Dow Jones Indices und RobecoSAM haben in der vergangenen Woche die Ergebnisse der jährlichen Überprüfung der Dow Jones Sustainability Indices („DJSI“) veröffentlicht. 

In diesem Jahr feiern die DJSI ihr 15-jähriges Bestehen. Seit seiner Lancierung im Jahr 1999 hat sich der DJSI World zu einem der bekanntesten und angesehensten Nachhaltigkeitsindizes der Welt entwickelt. Der Index basiert auf unserem Corporate Sustainability Assessment – einer fundierten Analyse finanzwirtschaftlich relevanter ökonomischer, ökologischer und sozialer Faktoren. Wir sind sehr stolz auf die Erfolgsbilanz dieses Index und entschlossen, uns auch in den kommenden Jahren für die weitere Verbesserung der Nachhaltigkeitspraktiken von Unternehmen zu engagieren. 

Die Tabelle zeigt die Leaderfirmen der einzelnen Industriegruppen - ermittelt nach dem «Best-in-Class-Prinzip». Für jeden der 24 Industriegruppen-Leader ist der detaillierte Report von Robecco SAM beigefügt:


 
Vergrössern mit Klick auf Tabelle!

Sonntag, 7. September 2014

Outperformance nachhaltiger Anlagen

Neue Meta-Studien der Universität Kassel sollten belegen, dass nachhaltige Geldanlagen bessere Ergebnisse liefern. 

 

Nach einem Bericht der Börsen Hamburg und Hannover und dem Handelsblatt bzw. Oekom Research hat die Universität Kassel 35 empirische Studien analysiert, um die Performance nachhaltiger mit der konventioneller Geldanlagen zu vergleichen. Hauptergebnis: Wer sein Vermögen nachhaltig anlegt, hat größere Chancen damit Geld zu verdienen, als wenn er das Kapital in herkömmliche Anlagen investiert. Neben der Rendite legt die Metastudie ihren Fokus auch auf das Rendite-Risiko-Verhältnis. 


„Wir haben festgestellt, das 15 Studien keinen Performanceunterschied ausmachen, nur sechs eine schlechtere Performance, aber 14 eine bessere Performance nachhaltiger Geldanlagen“, fasst Christian Klein, Professor für Wirtschaftswissenschaften in Kassel, die Ergebnisse gegenüber dem Handelsblatt zusammen. Die Ergebnisse bekräftigen Aussagen anderer Metastudien.

Quelle: e-fundresearch.com

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Mittwoch, 23. Januar 2013

Die nachhaltigsten Grosskonzerne

Europa's Grossunternehmen sind nicht mehr alleinige Vorreiter in unternehmerischer Nachhaltigkeit. Führende asiatische und nordamerikanische Unternehmen holen auf. Unilever ist als erstes und einziges Unternehmen zehn Jahre in Folge „Sector Leader“: Die zehnte Ausgabe des von RobecoSAM, dem exklusiv auf Sustainability Investing fokussierten Investmentspezialisten, und KPMG International gemeinsam herausgegebenen Sustainability Yearbook 2013 wurde am Mittwoch anlässlich des Economic Forum in Davos, Schweiz, vorgestellt.

Jedes Jahr analysiert und bewertet RobecoSAM (ehemals Sustainable Asset Management SAM) die Nachhaltigkeitsleistung von mehr als 2’000 Unternehmen in 58 verschiedenen Sektoren. Dabei wird jedes Unternehmen anhand von bis zu 120 finanziell relevanten, branchenspezifischen ökonomischen, ökologischen, sozialen und Corporate Governance Kriterien bewertet, deren Fokus auf der langfristigen Wertschöpfung iegt.


Schweizer Unternehmen erhielten im aktuellen Rating nur deren zwei Spitzenplätze (Roche und SwissRe). Und im Bereich der Erneuerbaren Energien zeichneten sich zwei spanische Unternehmen aus - Gamesa als Anlagenhersteller und Iberdrola als Stromproduzent. Das Land mit der höchsten Anzahl an Goldmedaillen (neun) waren die USA: Molson Coors Brewing Co (Getränke), Alcoa Inc (Aluminium), Sonoco Products Co (Verpackungen), Herman Miller Inc (Möbel), UnitedHealth Group (Gesundheit), Baxter International Inc (Medizintechnik) und Waste Management Inc (Abfallwirtschaft & Entsorgung). Alle diese Unternehmen sind „Sector Leader“ in ihrer jeweiligen Branche, die höchste Auszeichnung, die eine Firma erreichen kann. Auch PepsiCo (Getränke) und MeadWestvaco Corp (Verpackungen) erhielten für ihre Nachhaltigkeitsleistungen die Auszeichnung in Gold. Mittlerweile lassen sich aber nachhaltig operierende Firmen überall auf der Welt finden.  

Michael Baldinger, CEO, RobecoSAM, sagte: „Seit der erstmaligen Veröffentlichung im Jahr 2004 hat sich das Sustainability Yearbook zum Referenzwerk der unternehmerischen Nachhaltigkeit entwickelt. Das Thema „Nachhaltigkeit“ ist in der vergangenen Dekade auf den Agenden der Unternehmen weit nach oben gerückt. Nach den enormen Fortschritten der letzten Jahre ist es für die Unternehmen heute viel schwieriger, sich von ihren Konkurrenten abzuheben. Umso mehr gratulieren wir den diesjährigen Firmen zu ihrer Aufnahme ins Yearbook. Wir sind überzeugt, dass dieser Wettbewerb um den Einzug ins Sustainability Yearbook allen Stakeholdern und Aktionären zugutekommt.“

Yvo de Boer, Special Global Advisor für Climate Change & Sustainability, KPMG International, sagte: „Langfristige Megatrends wie der Klimawandel, das Bevölkerungswachstum, die Wasserknappheit, die Urbanisierung und negative Umweltauswirkungen stellen die heutigen Unternehmen vor noch nie dagewesene Herausforderungen, die sowohl Chancen als auch Risiken mit sich bringen. Unter den Goldmedaillengewinnern des Sustainability Yearbook 2013 finden Anleger die Firmen, die in ihrem jeweiligen Sektor am besten aufgestellt sind, um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern und sich damit einen Wettbewerbsvorteil zu erschaffen.“


Weitere Highlights der Jubiläumsausgabe des Sustainability Yearbook 2013 

  • Unilever (Sector Leader: Nahrungsmittelproduktion) wurde als einziges Unternehmen in allen zehn Jahren seit erstmaliger Veröffentlichung des Sustainability Yearbooks im Jahr 2004 zum Sector Leader gekürt  
  • Die Zahl der nordamerikanischen Unternehmen, die am RobecoSAM Corporate Sustainability Assessment (CSA) teilnehmen, hat sich seit 2004 von 111 auf insgesamt 194 im Jahr 2012 fast verdoppelt 
  • Unter den fünf grössten Sektoren haben sich die durchschnittlichen Nachhaltigkeits-Scores der Banken und Immobiliengesellschaften seit 2004 am deutlichsten verbessert (+14% für Banken und +8% für Immobiliengesellschaften) 
  • Die fünf Unternehmen, deren Gesamtbewertung sich im Vergleich zu 2012 am deutlichsten verbessert hat, sind Samsung Life Insurance Co (Versicherung), Baker Hughes Inc (Ölausrüstung & -dienstleistungen), Liberty Global Inc (Medien), Infosys Ltd (Computerdienstleistungen & Internet) sowie Microsoft Corp (Software)  

Und das sind alle RobecoSAM Sector Leaders 2013:
  1. Adidas AG Clothing, Accessories & Footwear  Germany
  2. Air France-KLM Airlines  France
  3. Akzo Nobel NV Chemicals  Netherlands
  4. Alcatel-Lucent SA Communication Technology  France
  5. Alcoa Inc Aluminum  United States
  6. Amadeus IT Holding SA Support Services  Spain
  7. AMEC PLC Oil Equipment & Services  United Kingdom
  8. Amorepacific Corp Personal Products  South Korea
  9. Anglo American PLC Mining  United Kingdom
  10. ArcelorMittal Steel  France
  11. AU Optronics Corp Computer Hardware & Electronic Office Equipment  Taiwan
  12. Australia & New Zealand Banking Group Ltd Banks  Australia
  13. Baxter International Inc Medical Products  United States
  14. Bayerische Motoren Werke AG Automobiles  Germany
  15. Benesse Holdings Inc Specialized Consumer Services  Japan
  16. Bombardier Inc Aerospace & Defense  Canada
  17. British American Tobacco PLC Tobacco  United Kingdom
  18. Delta Electronics Inc Electronic Equipment  Taiwan
  19. Electrolux AB Durable Household Products  Sweden
  20. Enbridge Inc Pipelines  Canada
  21. Fiat Industrial SpA Industrial Engineering  Italy
  22. Gamesa Corp Tecnologica SA Renewable Energy Equipment  Spain
  23. Gas Natural SDG SA Gas Distribution  Spain
  24. GPT Group Real Estate  Australia
  25. GS Engineering & Construction Corp Heavy Construction  South Korea
  26. Henkel AG & Co KGaA Nondurable Household Products  Germany
  27. Herman Miller Inc Furnishing  United States
  28. Iberdrola SA Electricity  Spain
  29. Itausa - Investimentos Itau SA Financial Services  Brazil
  30. J Sainsbury PLC Food & Drug Retailers  United Kingdom
  31. Koninklijke Philips Electronics NV Leisure Goods  Netherlands
  32. KT Corp Fixed Line Communications  South Korea
  33. Lite-On Technology Corp Electric Components & Equipment  Taiwan
  34. Lotte Shopping Co Ltd General Retailers  South Korea
  35. Molson Coors Brewing Co Beverages  United States
  36. Novozymes A/S Biotechnology  Denmark
  37. Pirelli & C. SpA Auto Parts & Tires  Italy
  38. PostNL NV Industrial Transportation  Netherlands
  39. Repsol SA Oil & Gas Producers  Spain
  40. Roche Holding AG Pharmaceuticals  Switzerland
  41. SAP AG Software  Germany
  42. Siam Cement PCL Building Materials & Fixtures  Thailand
  43. Siemens AG Diversified Industrials  Germany
  44. SK Telecom Co Ltd Mobile Telecommunications  South Korea
  45. Sodexo Hotels, Restaurants, Bars & Recreational Services  France
  46. Sonoco Products Co Containers & Packaging  United States
  47. Suez Environnement Co Water  France
  48. Sumitomo Forestry Co Ltd Home Construction  Japan
  49. Swiss Re AG Insurance  Switzerland
  50. Tabcorp Holdings Ltd Gambling  Australia
  51. Taiwan Semiconductor Manufacturing 
  52. Co Ltd Semiconductors  Taiwan
  53. Telenet Group Holding NV Media  Belgium
  54. TUI AG Travel & Tourism  Germany
  55. Unilever NV Food Producers  Netherlands
  56. UnitedHealth Group Inc Healthcare Providers  United States
  57. UPM-Kymmene OYJ Forestry & Paper  Finland
  58. Waste Management Inc Waste & Disposal Services  United States
  59. Wipro Ltd Computer Services & Internet  India
Quelle: RobecoSAM

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Mittwoch, 9. Januar 2013

Beste Schweizer Anlagefonds 2012

Im vergangenen Kalenderjahr konnten die besten fünf Aktienfonds der Lipper Kategorie Aktien Schweiz jeweils mehr als 20 Prozent Performance erzielen. 

 

Der beste Fonds im vergangenen Jahr war der UBAM Swiss Equity A C (LU0073503921) mit einem Gesamtertrag von 22,51 Prozent, gefolgt vom Schroder ISF Swiss Equity Opportunities A Acc (LU0227177580) mit 21,52 Prozent Performance und dem Schroder ISF Swiss Equity A Acc (LU0106244287) mit einem Gesamtertrag von 21,02 Prozent. 

 

In der Lipper Datenbank werden insgesamt 22 Fonds geführt (Primärtranchen) und der durchschnittliche Ertrag im vergangenen Jahr lag bei 16,69 Prozent.  An der vierten Stelle positionierte sich der von Pioneer Investments Austria verwaltete Pioneer Funds Austria - Swiss Stock A (AT0000857313) mit einem Jahresergebnis von 20,39 Prozent (dieser Fonds ist jedoch nur in Österreich zum Vertrieb zugelassen), vor dem Schweiz Aktienfonds der BNP Paribas Gruppe, Parvest Equity Switzerland C (LU0055426265) mit einer Performance von 20,09 Prozent.


Quelle: e-fund-research.com

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Dienstag, 16. Oktober 2012

Zeit ist reif für Mikrofinanz

Die Zeit für ethisch orientierte Geldanlage ist angebrochen“, sagt OIKOCREDIT-Vorstandsvorsitzender Peter Püspök und stellt dies mit der Entwicklung des Anlagevolumens der internationalen Entwicklungsgenossenschaft OIKOCREDIT Austria und einer aktuellen Studie der Karmasin-Motivforschung unter Beweis.

Es gehe um
Geld anlegen in der Krise und das sei durchaus doppeldeutig gemeint. Nicht nur die ständig zitierte Finanzwirtschaftskrise, auch die persönliche Krise von Anlegerinnen und Anlegern, die stark verunsichert sind. Immer mehr Anleger fragen: Was geschieht mit meinem Geld, wenn es – unter Anführungszeichen – „arbeitet“? Werden damit Projekte gefördert, die dem Leben dienen? Trage ich mit meiner Einlage zur Realwirtschaft bei, oder wird mit meinem Geld auch spekuliert? Trage ich mit meinem Geld zur Lösung drängender Probleme auf unserer Welt bei? Bei OIKOCEDIT könne man all diese Fragen mit einem großen JA beantworten, versichert Püspök.

„Der kommende Weltspartag soll ins Gedächtnis rufen,
dass Geldanlage auch einen implizit sozialen Charakter hat“, ruft Püspök allen Sparern ins Gewissen.  Eine zunehmende Zahl von Menschen stellt sich die Frage: „Was machen die Finanzwelt und die Banken mit meinem Geld? – Das Vertrauen ist angeschlagen. Banken wurden als Spekulationsmaschinerien wahrgenommen. Wozu überhaupt noch Geld anlegen? Wegen der paar Prozent, die kaum die Inflationsrate abdecken? Vieles spricht dafür, dass die Niedrigzinspolitik anhält. Das alles bringt das Geldanlegen in die Krise. Viele flüchten aus Misstrauen in Immobilien, wodurch die Gefahr einer Immo-Blase wächst. Auf den Anstieg der Aktienkurse zu hoffen, ist Spekulation. Was Spekulation gebracht hat, haben wir erlebt. Veranlagung von Geld ist generell unsicher geworden.“

Der Wunsch nach sinnvoller Veranlagung ist generell größer geworden, konstatiert Püspök und weist daraufhin, dass OIKOCREDIT schon 2009 das Motivforschungsinstitut Karmasin bat,
Menschen über die alternative Veranlagung in Mikrofinanzprodukte zu befragen.  Zur aktuellen Studie berichtet Dr. Sophie Karmasin zunächst als erstes Ergebnis die Bekanntheit der Möglichkeit, mit Mikro- und Projektkrediten ethisch nachhaltig anzulegen: Den Bekanntheitszuwachs von 10% (zu 2009) bezeichnet Karmasin als außerordentlich, zumal keine große Werbeinitiative für mehr Bekanntheit gesorgt hat.

Ferner gibt es eine hohe Bereitschaft (54%) für die Akzeptanz niederer Verzinsung,
wenn sichergestellt ist, dass das angelegte Kapital sicher ist und einem sozialen Zweck dient.  Von Januar 2012 bis zum 30. September verzeichnete OIKOCREDIT Austria ein Wachstum von über 21 Prozent. „Der Wunsch nach sinnvoller Veranlagung sei eindeutig gewachsen, so Püspök. Man müsse das Bewusstsein der Menschen stärken, mit ihrer Geldanlage Gutes tun zu können.“

Investitionen bei der internationalen Entwicklungsgenossenschaft unterstützen Mikro- und Projektkreditprogramme in 70 Ländern der Welt.
Dadurch können Millionen Menschen aus eigener Kraft der Armut entfliehen. Die Anleger erhalten 2% Dividende p.a.: Faires Geld für faire Chancen. Zur Höhe der seit 15 Jahren gleichbleibenden Dividende sagt Püspök, dass damit nicht geworben wird, weil OIKOCREDIT keine Dividendenmaximierung betreibt. Freilich ist die Rendite aus heutiger Sicht für täglich verfügbares Kapital sehr gut, jedoch trachte man nach ethisch orientierten Investoren, die nicht nur den Zinsen nachlaufen, sondern die soziale Zwecksetzung des Investments schätzen.

Laut Karmasin-Repräsentativbefragung sind Menschen durchaus
zu kleineren Renditen bereit, wenn ihr Geld sicher ist und einem sozialen Zweck dient. „Bei uns hat das Geld ein Mascherl“, so Püspök: „Es dient ausschließlich realwirtschaftlichen Zwecken, nämlich der Anschubfinanzierung für Kleinstunternehmer. Bei OIKOCREDIT sehe ich ganz genau, was mit meinem Geld geschieht.“ 


OIKOCREDIT grenzt sich deutlich von Ethikfonds ab.
Eine Veranlagungsform, die zwar aufgrund von Ausschluss- und Positivkriterien positiv wirken kann, aber der wichtigste Unterschied von OIKOCREDIT zu Fonds liege in der Denkweise und den schlanken Strukturen, sowie im Vertrieb, erklärt Püspök. Betreuung, Begleitung, Unterstützung und die Soziale Wirkungsmessung stehen bei OIKOCREDIT im Vordergrund. „Es geht uns nicht um die Gewinnmaximierung, sondern in erster Linie um den sozialen Gewinn. Menschen, die bei Banken beraten werden, spüren auch, dass ethische Fonds selten verkaufte Randprodukte sind: man könnte sagen, ungeliebte Kinder“, so Püspök. Außerdem gebe es bei Fonds viel Zwischenhandel, Dachfondsstrukturen, Depotgebühren, Buchungsgebühren, etc. Das alles gibt es bei OIKOCREDIT nicht. „Wir haben als Entwicklungsgenossenschaft bloß einen Vereinsbeitrag von 20 Euro pro Jahr.“

OIKOCREDIT kann auf keinen professionellen Vertriebsapparat zurückgreifen (auch in der Schweiz nicht),
weil der immens Geld kosten würde. Püspök: „Wir müssen unser ethisches Anlageprodukt mit sehr beschränkten Mitteln bekannt machen und sind auf das Entgegenkommen von Medien, Werbeunternehmen und Mundpropaganda angewiesen.  Die fehlenden Geldmittel können teilweise durch Kreativität und Unterstützung wohlwollender Partner ausgeglichen werden. Dank dieses Potenzials an Kreativität konnte OIKOCREDIT auch jüngst einen Kinospot produzieren lassen und Plakatsujets. „Auch mir ist es ein Anliegen, den kommenden Weltspartag als Besinnungstag für die eigene Veranlagung zu betrachten“, betont Lukas Grossebner, Executive Creative Director von DDB Tribal, der Werbeagentur, die OIKOCREDIT unterstützt: „Für uns ist dieses Thema wichtig, denn in Werbung und Kommunikation wird oft Unwichtiges transportiert. Wir wollten aus einem kleinen, wichtiges Thema ein großes machen.“


Mehr Info: OIKOCREDIT

Quelle: oekonews.at

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Donnerstag, 27. September 2012

Nachhaltigkeit mit besserer Rendite

oekom research und die Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft für Wertpapierportfolios (DPG) veröffentlichen die Ergebnisse einer vergleichenden Analyse internationaler Aktien.

Um mehr als 15 Prozent lag die Rendite der von oekom research unter Nachhaltigkeitsaspekten positiv bewerteten Unternehmen im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 über der des Aktienindex MSCI World®. Gleichzeitig weisen diese Unternehmen ein leicht geringeres Risiko auf als die konventionelle Benchmark.

Immer wieder kämpfen die nachhaltigen Kapitalanlagen, bei denen die soziale und ökologische Leistungsfähigkeit der Emittenten in die Anlageentscheidung einbezogen wird, mit dem Vorurteil, dass der Anleger auf Rendite verzichten muss. Hintergrund hierfür ist die Überlegung, dass der Einsatz von Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Ansatz, bei dem ausschließlich in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird, zu einer Verkleinerung des investierbaren Universums und damit nach gängigen Portfoliotheorien zu Nachteilen bei Rendite und Risiko führt. Nachhaltige Investoren sind dagegen davon überzeugt, dass die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher sind, die sozial und ökologisch verantwortlich handeln, die beispielsweise auf Energie- und Ressourceneffizienz setzen, ihre Mitarbeiter und Zulieferer fair behandeln und den Grundsätzen guter Corporate Governance folgen. Ziel der von oekom research und DPG gemeinsam durchgeführten Studie war es, diese Plausibilitätsüberlegungen statistisch zu überprüfen. Dazu wurde ein Portfolio aus von oekom research unter Nachhaltigkeitskriterien positiv bewerteten Großunternehmen, („oekom Prime Portfolio Large Caps“) mit dem MSCI World Total Return Index® verglichen.


Im Zeitraum vom 31.12.2004 bis 31.12.2011, also über sieben Jahre, erreichte das nach Marktkapitalisierung gewichtete oekom Prime Portfolio Large Caps eine kumulierte Rendite von 30,90 Prozent. Der MSCI World® kam im gleichen Zeitraum auf eine kumulierte Rendite von 26,80 Prozent. „Das oekom Prime Portfolio Large Caps erzielte damit im Betrachtungszeitraum eine um 4,1 Prozentpunkte oder 15,30 Prozent bessere Rendite,“ so Hans G. Pieper, Geschäftsführer der DPG. „Bei Gleichgewichtung der Titel im oekom Prime Portfolio Large Caps lag die kumulierte Rendite sogar bei 62,84 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie bei der konventionellen Benchmark.“

Die beste Performance zeigten im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 die Titel des oekom Prime Portfolios Large Caps aus der Region Asia-Pacific. Sie kamen bei marktkapitalisierungsgewichteter Betrachtung auf eine jährliche Rendite von 6,39 Prozent und schnitten damit deutlich besser ab als der Vergleichsindex mit 4,86 Prozent p.a. Auch in Deutschland lag die jährliche Rendite im Beobachtungszeitraum mit 5,36 Prozent über der der entsprechenden Benchmark (4,26 Prozent). In Europa erreichte das oekom Prime Portfolio Large Caps mit 2,89 Prozent die gleiche jährliche Rendite wie der entsprechende MSCI Index®.

„Das Ergebnis der Studie bestätigt unsere Hypothese, dass die Nachhaltigkeitsperformance ein guter Indikator für die gesamte Leistungskraft von Unternehmen darstellt und dass Investoren gut beraten sind, diesen Indikator in ihre Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen,“ stellt Robert Haßler, CEO von oekom research, fest. Und weiter: „Die bessere Performance wurde dabei nicht durch ein höheres Risiko erkauft, im Gegenteil: Das jährliche Risiko lag beim oekom Prime Portfolio Large Caps sogar etwas niedriger als beim MSCI World Index®.“ Das oekom Prime Portfolio Large Caps erreichte beim jährlichen Risiko einen Wert von 18,92 Prozent gegenüber 19,08 Prozent beim MSCI World®.

Basis der Analyse war ein Portfolio aus von oekom research mit dem oekom Prime Status ausgezeichneten Großunternehmen. Der Prime Status wird an Unternehmen verliehen, die den von oekom research branchenspezifisch definierten Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement genügen. Das oekom Prime Portfolio Large Caps umfasste per 31.12.2011 300 Unternehmen aus mehr als 25 Staaten.   

Quelle: oekom research (dort kann Studie heruntergeladen werden)

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Montag, 16. Juli 2012

Längst nicht immer nachhaltig

Die Antikorruptionsorganisation Transparency International hat ihre aktuelle Transparenz-Rangliste der 105 größten börsennotierten multinationalen Unternehmen veröffentlicht. Dabei konnten diese eine Punktzahl von 10 als maximalen Wert erreichen. Mit der norwegischen Statoil erreichte aber nur ein einziger Konzern die Marke von 8 Punkten. Aber viele Unternehmen, deren Wertpapiere die Statoil-Aktie in zahlreichen Nachhaltigkeitsfonds enthalten sind, haben nicht einmal die Hälfte der möglichen Punktzahl erreicht, so ein Bericht des Finanz-Nachhaltigkeits-Portals ecoreporter.de.

Die Bewertung basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen der Unternehmen. Transparenz wird dabei als wichtige Voraussetzung einer erfolgreichen Antikorruptionspolitik von Unternehmen angesehen. Bewertet hat Transparency International zum einen, inwiefern die Firmen Angaben veröffentlichen zu ihren Antikorruptions-Programmen, zum anderen zu ihren Töchtern, dem prozentualen Besitz daran und dem Land der Registrierung dieser Töchter und auch Angaben zu Umsatz, Investitionen, Vorsteuerergebnis, Einkommenssteuer und Ausgaben für soziale Belange in den Ländern, in denen sie tätig sind.

Gering ist laut der Untersuchung im Durchschnitt vor allem die Transparenz über Gewinne und Steuerzahlungen in den Ländern, in denen die 105  Konzerne Geschäfte betreiben; dies sind laut Transparency International oft die ärmsten Länder mit fragwürdigen Regierungsstrukturen. Unbefriedigend ist bei den meisten multinationalen Unternehmen die Berichterstattung über ihre Antikorruptionsprogramme. Über die Hälfte der Unternehmen veröffentlicht nicht, ob und wie viel Zahlungen sie an Parteien und Politiker leisten. Nur 45 der 105 Unternehmen berichten vollständig über ihre Tochterunternehmen.

Laut dem Ranking erweist sich der Finanzsektor vor allem bei der Berichterstattung über die Geschäftsaktivitäten in einzelnen Ländern als besonders intransparent. Insgesamt schneiden die 24 multinationalen Banken und Versicherungen mit einem durchschnittlichen Punktwert von 4,2 schwach ab. Prof. Dr. Edda Müller, Vorsitzende Transparency International Deutschland: „Die Studie belegt erneut, dass wir mehr Regulierung und verbindliche Berichtsstandards für den Finanzsektor brauchen. Banken sollten ihre Beteiligungsstrukturen und nationalen Finanzkennzahlen vollständig offenlegen. Man kann nicht Steuergelder zur Rettung kassieren und sich gleichzeitig weigern, öffentlich zu dokumentieren, dass man ordentlich seine Steuern zahlt.“

Bei anderen Sektoren sind die Ergebnisse sehr unterschiedlich. Besonders groß ist der Abstand vom besten zum schlechtesten Unternehmen im Bereich der Rohstoffindustrie. Rohstoffunternehmen wie PetroChina und Gazprom rangieren weit in der unteren Hälfte der Rangliste, während Rio Tinto und BHP Billiton wie auch die erstplatzierte Statoil an der Spitze der Transparenz-Rangliste stehen. Die Aktie des norwegischen Ölkonzerns ist in vielen nachhaltigen Aktienfonds enthalten. Transparency International lobt dessen Informationen über Anti-Korruptionsprogramme und über dessen Tochtergesellschaften, deren Gewinne und Steuerzahlungen. Keine Rolle spielten ökologische Aspekte bei der Bewertung durch die Antikorruptionsorganisation.

Weit hinten liegen zwei asiatische Autobauer, in die Nachhaltigkeitsfonds aufgrund ihrer Produktion umweltschonender Fahrzeuge häufig investieren: Toyota erreichte lediglich 2,8 Punkte und damit nur den Platz 97. Honda Motor rangiert mit 1,9 Punkten gar auf dem drittletzten von 105 Plätzen. Nur zwei chinesische Finanzinstitute, die Bank of Communications und die Bank of China, wurden als noch intransparenter eingestuft.

Alles andere als rühmlich fällt die Transparenz der großen IT- und Internet-Riesen aus den USA aus. Auch hier hat Transparency International großen Nachholbedarf festgestellt, obwohl die Aktien von Google, Apple und Microsoft bei sehr vielen Nachhaltigkeitsfonds zu den Top-Positionen zählen. Apple und Microsoft erreichten nur 3,2 bzw. 3,4 von 10 Punkten und damit die Plätze 91 und 85. Noch  schlechter schnitten Amazon mit 2,4 Punkten auf Rang 99 und Google mit 2,9 Punkten auf Rang 95 ab.

Quelle: ecoreporter.de

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Mittwoch, 1. Februar 2012

Nachhaltigkeit von Ländern

Über die Entwicklung der Finanzratings der Staaten im Euroraum, aber auch der USA wurde in den vergangenen Monaten heftig diskutiert. Vor allem nachhaltigkeitsorientierte Investoren sind davon überzeugt, dass die klassischen Finanzratings die Fähigkeit der Staaten, ihren Verpflichtungen aus der Emission von Staatsanleihen nachzukommen, nur unzureichend widerspiegeln.

Die zusätzliche Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsratings, die die sozialen und ökologischen Verhältnisse in den Staaten bewerten, ermöglicht eine fundiertere Einschätzung der Bonität der Staaten. Im aktuellen Länderrating der Nachhaltigkeits-Ratingagentur oekom research scheitern Griechenland, Italien, Portugal und Spanien ebenso an der oekom Prime Schwelle wie die USA. Die ersten Plätze nehmen Norwegen, Schweden und Dänemark ein, Deutschland landet auf Platz 6.

Insgesamt 51 Staaten sowie die Europäische Union hat oekom research im Hinblick auf deren soziale und ökologische Zukunftsfähigkeit analysiert. Bewertet wurden unter anderem der Stand der Meinungs- und Pressefreiheit, die Investitionen in Bildung und moderne Infrastruktur sowie der Energiemix und der Umgang mit dem Klimawandel. Norwegen und Schweden konnten ihre Spitzenplätze verteidigen, Dänemark hat sich im Vergleich zum Vorjahr von Rang 9 auf Rang 3 verbessert. Ursache hierfür sind vor allem Verbesserungen im Umweltbereich, beispielsweise beim Klimaschutz und beim Energiemix. Österreich rangiert auf Platz 5 gefolgt von Deutschland auf Platz 6. Ebenso wie diese Länder erreichen auch die Schweiz, Großbritannien und Frankreich den oekom Prime Status, mit dem insgesamt 21 Staaten ausgezeichnet wurden. Er wird an Staaten vergeben, die den strengen von oekom research definierten Mindestanforderungen an eine verantwortungsvolle Gestaltung des politischen und gesellschaftlichen Systems genügen.

Den oekom Prime Status verpasst haben dagegen die südeuropäischen Krisenstaaten Griechenland, Italien, Portugal und Spanien. „Griechenland hat bereits schlechte Bewertungen in unserem Nachhaltigkeitsrating erhalten, als konventionelle Ratingagenturen hier noch Noten im A-Bereich verteilt haben,“ stellt Oliver Rüter, Research Director bei oekom research, fest. „Bei Investoren, die sich in der Vergangenheit am Nachhaltigkeitsrating orientiert haben, liegen heute keine griechischen Staatsanleihen im Depot.“

Die USA landen auf Rang 44. Viele der Hoffnungen, die mit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama verbunden waren, haben sich nicht erfüllt. So verweigern die USA nach wie vor einen konstruktiven Beitrag zum internationalen Klimaschutz und der Verbrauch an Energie und Ressourcen ist unverändert hoch. Die wachsenden Einkommensunterschiede führen zu sozialen Spannungen in der Gesellschaft, wie beispielsweise die Proteste der Occupy-Bewegung an der Wallstreet zeigen.

„Staaten, die in Bildung investieren, die die Erforschung und Entwicklung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz fördern und ihren Bürgern Zugang zu modernen Informations- und Kommunikationsmedien verschaffen, legen damit die Grundlagen für eine positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes,“ erläutert Oliver Rüter die Aussagekraft des Nachhaltigkeitsratings. Von ebenso hoher Bedeutung sind die rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Eine pluralistische Gesellschaft, in der die Bürger- und Menschenrechte, Presse- und Meinungsfreiheit umfassend gewährleistet sind und in der alle Bürger den Zugang zu staatlichen Leistungen unabhängig von ihrer Fähigkeit haben, Bestechungsgelder zu zahlen, findet in Krisensituationen andere Mechanismen der Konfliktlösung als Staaten, in denen diese Rechte eingeschränkt sind. Dies alles sind Faktoren, die sich positiv auf Leistungsfähigkeit eines Staates auswirken und damit auf deren Bonität.

Das Länderrating von oekom research umfasst die OECD-Mitglieder sowie die wichtigsten Schwellenländer. Es dient in erster Linie Investoren und Finanzdienstleistern als Entscheidungsgrundlage für nachhaltige Kapitalanlagen. Die Rating-Agentur oekom research führt die Untersuchung jährlich durch und beleuchtet dabei 150 ökologische und soziale Analysekriterien. Ein Ausschnitt aus dem Ranking des Länderratings von oekom research ergibt folgendes Bild:

1 Norwegen
2 Schweden
3 Dänemark
4 Finnland
5 Österreich
6 Deutschland
10 Schweiz
15 Europäische Union
17 Großbritannien
21 Frankreich
27 Italien
36 Brasilien
44 USA
51 Südafrika
52 Indien

Quelle: oekonews.at

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Mittwoch, 23. Februar 2011

Immer weniger AktionärInnen

Die Finanzkrise hat auch in der Schweizer Aktionärslandschaft deutliche Spuren hinterlassen. Der Aktionärsanteil in der Bevölkerung liegt mit knapp 21 Prozent einen Drittel tiefer als noch vor zehn Jahren. Wer weiterhin Aktien hält, konzentriert das Investment auf den Schweizer Heimmarkt.

Ein Revival scheint der Aktienbesitz jedoch bei der Internetgeneration zu erleben. Dies zeigt eine repräsentative Studie des Institutes für Banking und Finance der Universität Zürich, die zum sechsten Mal durchgeführt wurde. Die Aktie als Teil des Privatvermögens hat seit der letzten Befragung im Jahr 2008 insbesondere in den vermögenden Bevölkerungsschichten an Bedeutung verloren. Mehr als die Hälfte der Schweizer mit einem Vermögen von über einer halben Million Schweizer Franken besitzt keine Aktien. Zwei Jahre zuvor waren es noch gut ein Drittel. In der Gesamtbevölkerung beträgt der Aktionärsanteil noch 21 Prozent – ein Drittel weniger als noch vor zehn Jahren.

"Die anhaltende Zurückhaltung der Aktieninvestoren widerspiegelt die Turbulenzen des zurückliegenden Jahrzehnts", erklärt Studienleiter Prof. Dr. Urs Birchler vom Institut für Banking und Finance der Universität Zürich. "Erst der Schock der geplatzten Dotcom-Blase, dann eine neue Euphorie und schliesslich die Finanzkrise: Kursgewinne verschwanden so schnell wie sie gekommen waren, und wer langfristig investierte, wurde nicht selten enttäuscht." Der Rückgang des privaten Aktienbesitzes ist auch eine Reaktion auf das institutionalisierte Zwangssparen im Rahmen der Zweiten Säule der Altersvorsorge. Gemäss Prof. Birchler versuchen die Anleger, den indirekten Aktienbesitz über ihre Pensionskasse durch einen Abbau der direkten Positionen zu kompensieren. Im Jahr 2000 war noch eine Mehrheit der befragten Aktienbesitzer der Meinung, die Pensionskassen sollten den Aktienanteil ihrer Vermögen ausbauen. In der neuen Umfrage sprachen sich die Aktienbesitzer mit Dreiviertel-Mehrheit gegen höhere Aktienengagements der Pensionskassen aus.

Die Finanzkrise sowie die prekäre Wirtschaftslage mehrerer EU-Mitgliedsländer haben die Risikowahrnehmung der Aktienbesitzer geschärft. Deutlich kritischer geworden ist die Haltung gegenüber Derivaten, Strukturierten Produkten und Versicherungen. Den Wunsch nach Sicherheit zeigt jedoch auch der auf 60 Prozent gestiegene Anteil einheimischer Titel in den Schweizer Aktien-Portefeuilles – eine psychologisch verständliche, aber finanziell fragwürdige Gewichtung. Unerschütterlich scheint das Vertrauen der Anleger in Bankeinlagen. Über 90 Prozent der Befragten bezeichnen diese als sicher, bzw. sehr sicher. Gemäss Prof. Birchler dürften die erfolgreichen Massnahmen des Bundes und der Nationalbank zur Erhaltung der Finanzstabilität die öffentliche Wahrnehmung verfestigt haben, wonach die Einleger der Banken einen besonderen Schutz in Form des Einlegerschutzes oder einer faktischen Staatsgarantie geniessen.

Deutliche Spuren hat die Finanzkrise in den untersuchten Aspekten bei der Wahl der Hauptbank hinterlassen. Am stärksten traf es dabei die von der Krise hart getroffene Grossbank UBS. Ein beträchtlicher Teil jener UBS-Kunden, die in der Befragung 2008 noch angaben, über einen Wechsel nachzudenken, haben diesen offenbar auch vollzogen. In der Zwischenzeit ist jedoch das Vertrauen der Kunden zurückgekehrt. So hat der Anteil der Grossbankkunden, die einen Wechsel der Hauptbank in Erwägung ziehen, im Vergleich zur Umfrage von 2008 markant abgenommen. Gegen den negativen Trend halten die Jüngeren (18-29 Jahre) wieder mehr Aktien. Der Anteil der Befragten mit Aktienbesitz in dieser Altersklasse hat sich im Vergleich zu 2008 auf 10 Prozent verdoppelt. Gleichzeitig schätzen die Jungen ihren Wissenstand in Anlagefragen deutlich besser ein als noch vor zwei Jahren. Sie benutzen intensiv Printmedien und Internet; letzteres nicht nur zur Informationsbeschaffung, sondern zunehmend auch zur Transaktionsabwicklung. Die junge Anlegergeneration wendet sich in Börsenfragen lieber an Freunde und Bekannte als an einen Bankberater. Für die Banken wird es nicht ganz einfach sein, diese selbständige, internetgewohnte Generation bei steigenden Vermögen als Kunden für die Anlageberatung zu gewinnen.

Quelle: fondstrends

Dienstag, 1. Februar 2011

Solaraktienmarkt im Stottern

Die Wiener Nachhaltigkeits-Research-Agentur Öko Invest hat ihre neueste Solaraktien-Studie veröffentlicht. Diese analysiert die Entwicklung der 30 Aktien des Photon-Photovoltaik-Aktien-Index (PPVX) und rund 127 weitere weltweit börsennotierten Solaraktien – sowie ein Dutzend Solar(wandel)anleihen.

Einzelanalysen der börsennotierten asiatischen, US-amerikanischen und europäischen Aktien des PPVX-Solar-Aktien-Index (von der Apollo Solar Technology Holding über Power-One und SolarWorld bis zu Yingli Green Energy); Peer-Group-Kennzahlentabellen, Einschätzungen der sonstigen internationalen PPVX-Titel (von First Solar über REC bis zur spanischen Solaria); Informationen zu weiteren fast 130 schon gelisteten Solartiteln (von Acro Energy und AgriSolar bis XsunX und Zhejiang Sunflower Light Energy) und einigen ausgewählten (Wandel-)anleihen, von denen eine über 100% jährlicher Rendite auf Endfälligkeit aufweist.

Der aus den 30 weltweit grössten Solarunternehmen bestehende Aktienindex PPVX ist in den letzten 8 Jahren (2003-2010) um rund 726% gestiegen, über 600 Prozentpunkte mehr als seine „fossile“ Messlatte, der Erdölaktien-Index NYSE Arca Oil (+115%). Nach einem steilen Anstieg (2007 sogar um 153 Prozent, als manche Einzelaktien wie First Solar um bis zu 795 Prozent zulegten) war die Entwicklung in den letzten Jahren sehr volatil.

Im Jahr 2010 ist der PPVX um fast 10 Prozent gefallen, im Januar 2011 um rund 8% gestiegen. PV-Aktien sind nach den Kurskorrekturen nun wieder relativ attraktiv bewertet, doch nicht jede Solaraktie ist deswegen schon kaufenswert! Immer deutlicher trennen sich hier Spreu und Weizen (von manchen „penny-stock“-Titeln wie der Solatera Energy AG wird ganz abgeraten).

Seit 2007 kamen viele asiatische PV-Unternehmen an die Börse, so dass der PPVX, der die 30 grössten (nach Börsenwert) enthält, nun doppelt so viele chinesische (60% inkl. Taiwan) als US-amerikanische (17%) und deutsche Titel (13%) zusammen aufweist – und damit auch die „Globalisierung“ der ganzen Branche gut widerspiegelt.

Zwar gehört die Solarindustrie auch in Deutschland (inzwischen mit 2% Solarstromanteil im Netz, in Bayern 5%) nach wie vor zu den dynamischsten Wachstumsbranchen, aber die Zahl der Arbeitsplätze nimmt in vielen anderen Ländern wesentlich schneller zu: in den 30 PPVX-Unternehmen stieg die Zahl der Beschäftigten im Jahr 2010 von rund 74‘000 um 58 Prozent auf über 117‘000, wie der Tabelle auf Seite 13 (neben Umsatz- und Ertragszahlen etc.) zu entnehmen ist. Die 30 internationalen PPVX-Unternehmen haben Anfang 2011 eine Börsenkapitalisierung von rund 41 Mrd. Euro erreicht, rund 38 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Studie kann für 38,50 Euro (inkl. Versand gegen Rechnung) bestellt werden beim
ÖKO-INVEST-Verlag, Schweizertalstr. 8-10/5, A-1130 Wien
Tel. 0043-1-8760501, Fax 0043-1-4057171-29, email: oeko-invest@teleweb.at

Quelle: Oeko Invest

Mittwoch, 19. Januar 2011

Mikrofinanz und Überschuldung

responsAbility Social Investments AG, Triodos Investment Management BV und der Council of Microfinance Equity Funds haben bei der Universität Zürich eine Studie in Auftrag gegeben, die einen Index zur Früherkennung einer Überschuldung im Mikrofinanzbereich ermöglichen soll.

Der Mikrofinanzmarkt ist in den vergangenen Jahren dynamisch gewachsen und bietet heute Millionen von Menschen am unteren Ende der globalen Einkommenspyramide weltweit Zugang zu Finanzdienstleistungen. Mikrofinanz ist ein wirksames Instrument, das Menschen, die von diesen Produkten und Dienstleistungen ansonsten nicht profitieren könnten, neue Chancen eröffnet. In einigen Mikrofinanzmärkten sind jedoch Anzeichen einer Überschuldung und Überhitzung zu beobachten. Aufgrund der potenziell negativen Auswirkungen einer Überschuldung sollte alles unternommen werden, um eine Überhitzung der Märkte zu verhindern.

Als sozial orientierte Investoren messen responsAbility Social Investments AG, Triodos Investment Management BV und der Council of Microfinance Equity Funds der Reduzierung des Überschuldungsrisikos grösste Bedeutung bei. Die von den drei Akteuren in Auftrag gegebene Studie bietet einen ersten wichtigen Schritt zu einem Frühwarnindex für Überschuldungen im Mikrofinanzbereich. Der Index und die wichtigsten Studienergebnisse sind in der Zusammenfassung dargestellt. Ziel dieser Initiative ist es, der Mikrofinanzbranche zu helfen, Krisen zu vermeiden.

Quelle: fondstrends

Mittwoch, 9. September 2009

Der Index der Indizes

Dow Jones Sustainability Indizes 2009 zeichnen nachhaltige Unternehmen aus. Wie jedes Jahr zu dieser Zeit stehen Anfang September die Ergebnisse des Rankings der Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) fest.

In diesem Jahr sind in dem weltweit wichtigsten Index für nachhaltige Unternehmensführung, dem Dow Jones Sustainability World Index (DJSI World), insgesamt 317 Unternehmen vertreten. 33 sind neu hinzugekommen, darunter Konzerne wie Johnson&Johnson, Coca-Cola und Samsung Electronics, es sind aber auch 33 Unternehmen ausgeschlossen worden, wie etwa Mitsubishi Estate oder SABMiller. Aus dem europäischen Dow Jones STOXX Sustainability Index (DJSI STOXX) wurden in diesem Jahr 20 Unternehmen gestrichen und 14 neue wurden aufgenommen.

Die Dow Jones Sustainability Indizes (DJSI) sind eine Familie von Aktienindizes, welche neben wirtschaftlichen, auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen. Sie sind ein Kooperationsprojekt der beiden führenden Index-Provider Dow Jones Indexes und STOXX Limited sowie der Schweizer SAM Group. Unterteilt sind die DJSI in europäische (DJSI STOXX), nordamerikanische (DJSI North America), asiatisch-pazifische (DJSI Asia Pacific) und globale (DJSI World) Index-Gruppen. Im DJSI World sind 317 Unternehmen aus dem 2.500 Mitglieder zählenden Dow Jones Global Index vertreten. Die SAM Group analysiert deren Nachhaltigkeitsleistungen und wählt die besten jeder Branche für die Dow Jones Sustainability Indizes aus. Berücksichtigt werden allgemeine Nachhaltigkeitskriterien und branchenspezifische Herausforderungen wie beispielsweise der Klimawandel. Der Dow Jones Sustainability Index wurde als erster globaler Nachhaltigkeitsindex im Jahr 1999 gegründet.

Die Aufnahme in den DJSI erfolgt nach dem „best-in-class“ Prinzip.
Das heißt, es werden für den DJSI World nur die „Top 10 Prozent“ der weltweit größten Unternehmen, denen eine Führungsrolle im Bereich Nachhaltigkeit zugesprochen wird, ausgewählt. Für den Index DJSI STOXX werden die besten 20 Prozent der europäischen Unternehmen gelistet. Bei den 19 weltweit besten Konzernen ihrer jeweiligen Branche, den „Supersector Leaders“ des DJSI World, sind in diesem Jahr nur noch zwei deutsche vertreten.

BMW Group ist nachhaltigstes Automobilunternehmen.
"Wir freuen uns sehr, dass die BMW Group zum fünften Mal in Folge Branchenführer im Dow Jones Sustainability Index World ist. Das zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, Nachhaltigkeit zum festen Gestaltungsprinzip unserer Prozesse und Abläufe zu machen“, sagt Dr. Norbert Reithofer, Vorstandsvorsitzender der BMW AG. Nachhaltigkeit ist für das Unternehmen bereits seit 2000 das zentrale strategische Unternehmensprinzip und fest in der gesamten Wertschöpfungskette verankert. In diesem Jahr hat BMW die Nachhaltigkeitsleistungen weiter ausgebaut. Auf höchster Managementebene wurde beispielsweise das Nachhaltigkeitsboard eingerichtet. Dieses Gremium, bestehend aus dem Gesamtvorstand, legt die strategische Ausrichtung für nachhaltiges Wirtschaften fest. Als das zweite deutsche Unternehmen schaffte es adidas zum zweiten Mal in Folge auf die Liste der „Supersector Leader“.

Den 17 weiteren „Supersector leaders“ gehört in diesem Jahr auch das finnische Unternehmen Nokia an. In der Branche Telekommunikation übernimmt Nokia die Führungsposition von der britischen Firma BT Group. Zum dritten Mal in Folge hat sich E.ON für den Dow Jones Sustainability Index (DJSI) qualifiziert und bleibt auch 2009 in den beiden Indizes DJSI World und DJSI STOXX eines von zwei deutschen Unternehmen in der Branche „Utilities“. RWE, neben E.ON das zweite deutsche Unternehmen im Bereich „Utilities“, hat sich im zehnten Jahr in Folge für den Dow Jones Sustainability Index (DJSI) qualifiziert und ist damit eines der wenigen Unternehmen, die seit dem Start des Nachhaltigkeitsindex im Jahr 1999 ununterbrochen im Index gelistet sind.

Quelle: Umweltdialog

Dienstag, 14. Juli 2009

SRI mit Renditevorteil

Ein Investment in nachhaltige Unternehmen bietet langfristig bessere Renditen als in nicht nachhaltige Unternehmen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Sustainable Asset Managements (SAM) aus Zürich. Das zu Robeco gehörende Researchunternehmen ist auf Nachhaltigkeit spezialisiert. In einer Analyse aller seiner bisher untersuchten Unternehmen von 2001 bis 2008 zeigte sich laut SAM, dass mit nachhaltigem Investment jährlich eine Überrendite (Alpha) von 1,48 Prozent erzielt wurde. Ein noch besseres Ergebnis werde mit einer Anlagestrategie erzielt, die einerseits in Aktien der Nachhaltigkeitsführer investiert, andererseits auf fallende Kurse von Nachhaltigkeitsschlusslichtern spekuliert. Stephanie Feigt, CIO SAM: „Überrendite wird erzielt, indem bewertungsrelevante Nachhaltigkeitsfaktoren identifiziert, analysiert und in die Unternehmensbewertung integriert werden."

Quelle: Ecoreporter