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Donnerstag, 12. Mai 2016

Immer mehr nachhaltige Anlagen

Das Volumen Nachhaltiger Geldanlagen hat 2015 in Deutschland, Österreich und der Schweiz kräftig zugelegt. Dies geht aus den Jahresstatistiken des Fachverbands Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) hervor. Demnach sind Investments, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien Berücksichtigung finden, um 65 Prozent auf 326 Milliarden Euro angewachsen. In allen drei Ländern konnte das nachhaltige Segment ein höheres Plus verzeichnen als sein konventionelles Pendant. 

„Erneut hat sich gezeigt, dass institutionelle Investoren wie Privatanleger zunehmend auf Nachhaltige Geldanlagen setzen“, sagt der FNG-Vorstandsvorsitzende Volker Weber während der Präsentation des neuen FNG-Marktberichts. „Sowohl in Deutschland, als auch in Österreich und der Schweiz ist der Anteil Nachhaltiger Geldanlagen am Gesamtmarkt deutlich angestiegen. Zwar liegt die Quote in allen drei Ländern noch im einstelligen Prozentbereich, jedoch deutet alles auf weiteres Wachstum hin (in der Schweiz sind es derzeit rund 4,5 Prozent). Zudem ist bei diesen Berechnungen der viel umfassendere Bereich des verantwortlichen Investments im Umfang von über vier Billionen Euro nicht berücksichtigt.“ 

Bei verantwortlichen Investments kommen im Gegensatz zu Nachhaltigen Geldanlagen nur wenige Strategien oder Kriterien, etwa der Ausschluss von Antipersonen-Minen und Streumunition, zur Anwendung. Angesichts der fortschreitenden globalen Erwärmung und der Beschlüsse des Gipfels von Paris gewinnt außerdem der Klimawandel für Finanzakteure weiter an Relevanz. „Unsere Analysen speziell zu diesem Thema haben ergeben, dass sich die Branche zunehmend ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist“, erläutert FNG-Geschäftsführerin Claudia Tober. „Aus Sicht von Investoren und Vermögensverwaltern geht es jedoch auch darum, mögliche Risiken für Anlagen aktiv und vorausschauend zu managen. Beliebte Strategien hierfür sind die Nutzung der Einflussmöglichkeiten über Dialoge und auf Aktionärsversammlungen, das Divestment CO2-intensiver Titel sowie klimafreundliche Investitionen. Auch wird das Instrument, den CO2-Fußabdruck von Portfolios zu messen, immer wichtiger.“ 

Das FNG stellt mit seinem Marktbericht Nachhaltige Geldanlagen seit über zehn Jahren umfassende Statistiken zu den nachhaltigen Anlagemärkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zur Verfügung. Die Daten erhebt das FNG. Die Statistiken werden in die SRI Study des europäischen Dachverbands Eurosif einfließen, die im Herbst dieses Jahres erscheint.
 


Dienstag, 2. Juli 2013

(Onkel) SAM's Irrfahrt geht weiter

 SAM war einst als Sustainable Asset Management eine der bedeutenden Schweizer Gesellschaften für nachhaltiges Investment, sowohl in der Analyse wie mit ihren Finanzprodukten. Dann verkaufte sie Unternehmensgründer Reto Ringger nach Holland - und nun geht die Irrfahrt gemäss einer Meldung von ecoreporter.de weiter.

Der japanische Finanzdienstleistungskonzern Orix hat die niederländische Robeco übernommen. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung der ebenfalls niederländischen Coöperatieve Centrale Raiffeisen-Boerenleenbank B.A. (Rabobank) hervor. Die bisherige Muttergesellschaft hat demnach rund 90 Prozent der Anteile an Robeco für insgesamt 1,9 Milliarden Euro an die Japaner veräußert und wird künftig nur noch knapp zehn Prozent der Anteile halten. Robeco ist die Muttergesellschaft der auf Nachhaltigkeitsanalysen und nachhaltige Geldanlagen spezialisierten RobecoSAM aus Zürich und gleichfalls ein wichtiger europäischer Akteur im Bereich des nachhaltigen Investments.

Laut Orix ist die Übernahme die bislang größte Akquisition des Finanzkonzerns. Die Japaner wollen so nach eigenen Angaben besser in den westlichen Märkten Fuß fassen. Sie kündigten an, nicht in die Führung und Strategie von Robeco eingreifen zu wollen. Fortan würden aber Yoshihiko Miyauchi und Makoto  Inoue, der CEO und der Leiter des operativen Geschäfts von Orix, dem Führungsgremium von Robeco angehören. Im Gegensatz zu Robeco ist Orix nicht stark auf nachhaltigen Geldanlagen ausgerichtet. Der Finanzkonzern ist aber bereits in Umwelttechnologie-Branchen wie Recycling, Abwasserreinigung und Photovoltaik aktiv.


Quelle: ecoreporter.de

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Dienstag, 28. Mai 2013

Auszug bei der Bank Sarasin

Jahrelang galt die Bank Sarasin als Nachhaltigkeits-Institut par excellence. Damit scheint es nun wohl zu Ende. Die Übernahme durch eine brasilianische Bank führt zu einem Auszug vieler leitender Angestellter - die auch den Nachhaltigkeits-Kurs mitprägten, alles gemäss dem Finanzportal ecoreporter.de.

Es wird leer bei der Bank Sarasin in Basel: Mitarbeiter verlassen die Bank, die wie kaum eine andere Schweizer Bank propagiert hat, auf Nachhaltigkeit zu setzen. Wie am Freitag berichtet, hat der Kopf der Sarasin-Nachhaltigkeitsstrategie, Andreas Knörzer, die Bank verlassen. Nun wurde bekannt, dass auch der bisherige Chef der Bank Sarasin, Joachim Strähle, seinen Rücktritt angekündigt hat. Edmond Michaan, der derzeitige Chef der Bank J. Safra (Schweiz), soll die mit der Bank Safrra fusionierte Bank leiten. Noch im Januar hieß es, Strähle werde neuer Leiter von J. Safra Sarasin. Eric Sarasin soll stellvertretender Leiter werden. Mitglieder der Geschäftsleitung werden Meldungen zufolge Bas Rijke, derzeit Leiter der Genfer Niederlassung der Bank Sarasin, und Christian Gmünder.

Weggegangen von Sarasin ist auch schon Aris Prepoudis, Mitglied des Vorstandes. Im November 2011 wurde bekannt, dass Sarasin von der brasilianischen Safra-Familie übernommen wird. Ab Mitte dieses Jahres wollen Sarasin und die Bank J. Safra unter dem Namen J. Safra Sarasin auftreten. Die Bank Sarasin wurde 1841 gegründet und ging im Jahr 1987 an die Börse. Die Aktien von Sarasin sind inzwischen nicht mehr an der Börse notiert.


Quelle: ecoreporter.de

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Donnerstag, 14. März 2013

Ungebremstes Wachstum der ABS

Die Alternative Bank Schweiz ist auch 2012 gewachsen, die Bilanzsumme nahm um 11,1 Prozent auf 1,249 Milliarden Franken zu. Die Ausleihungen konnten von 809 auf 854 Millionen Franken erhöht werden. Der Reingewinn beträgt 705‘591 Franken.

Über 1600 Personen entschieden sich im vergangenen Jahr mit der Wahl der Alternativen Bank Schweiz (ABS) für ein verantwortungsvolles, soziales und ökologisches Banking. Die Anzahl Kundinnen und Kunden ist damit um 6,1 Prozent auf 28‘533 angewachsen.

Die Gesamteinlagen nahmen 2012 erneut um 11 Prozent zu. Sie betrugen Ende Jahr 1,153 Milliarden Franken. Die Ausleihungen, vollumfänglich durch die Gelder der Kundinnen und Kunden gedeckt, konnten von 809 auf 854 Millionen Franken gesteigert werden. Ein Grossteil der Neugeschäfte wurde in den Bereichen Erneuerbare Energien, Wohnbaugenossenschaften und Biologische Landwirtschaft getätigt. Auch die Nachfrage nach ausführlichen Anlageberatungen hielt 2012 an: Immer mehr Personen wollen ihre Vermögenswerte mit Hilfe der ABS sozialer und ökologischer investieren. Das Depotvolumen ist dementsprechend um 55 auf 211 Millionen Franken angestiegen. "Der Zuwachs in allen Geschäftsbereichen freut uns. Er zeigt, dass unser Geschäftsmodell und dessen konsequente Umsetzung im Geschäftsalltag geschätzt wird." sagt Martin Rohner, Vorsitzender der ABS-Geschäftsleitung.

Wie der Einsatz der ABS für den Erhalt der Umwelt und das Wohl der Gesellschaft konkret aussehen kann, demonstrierte die Bank im Sommer 2012: Sie lancierte ein Instrument, mit dem die Auswirkungen von Bauvorhaben auf die Landschaft gemessen werden. Als erste und bisher einzige Schweizer Bank schliesst sie seither Bauprojekte von der Finanzierung aus, die der Zersiedelung Vorschub leisten. "Mit dieser Pionierleistung haben wir ein Zeichen gesetzt und aufgezeigt, dass Landschaftsschutz nicht nur Sache der Gesetzgebung ist. Auch die Banken sind dafür verantwortlich und können einen aktiven Beitrag leisten." sagt Martin Rohner.

Für weitere Auskünfte und Interviewtermine

Simon Rindlisbacher, Kommunikation und Marketing
Tel.  062 206 16 93, E-Mail: medien(at)abs.ch

Quelle: ABS

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