Bis zur Pensionierung sollten Sie genug Vermögen angespart
haben. Prüfen Sie am besten schon mit 50, ob Ihr gewünschter Lebensstil
finanzierbar ist, und wie Sie eine Einkommenslücke am besten
schliessen. Das Vermögenszentrum (VZ) in Zürich hält dazu in allgemeiner Form fest:
Die Leistungen der AHV und der Pensionskasse sollen den gewohnten
Lebensstandard im Alter gewährleisten. Das ist aber je länger, je
weniger realistisch. Die Pensionskassenrenten sind in den letzten
Jahren drastisch gesunken und vielfach nicht an die Teuerung angepasst
worden. Und der Druck auf die PK-Renten hält an - wer in den nächsten
Jahren pensioniert wird, muss mit nochmals tieferen Leistungen rechnen.
Verschaffen Sie sich am besten schon mit 50 einen realistischen
Überblick darüber, wie Sie nach der Pensionierung finanziell dastehen.
Vergleichen Sie die voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand mit Ihren
heutigen Ausgaben, denn erfahrungsgemässs sinken die Ausgaben nach der
Pensionierung nicht wesentlich.
Falls sich eine Einkommenslücke ergibt, beginnen Sie möglichst
sofort damit, das erforderliche Vermögen anzusparen. Je früher Sie
damit anfangen, desto eher schaffen Sie es, die benötigte Summe bis zu
Ihrer Pensionierung auf die Seite zu legen. Wer erst kurz vor der
Pensionierung feststellt, dass der gewünschte Lebensstil nicht
finanzierbar ist, hat kaum mehr Zeit, um sein Vermögen aufzustocken und
damit die Einkommenslücke zu schliessen.
Ergibt der Vergleich der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben
zum Beispiel eine Einkommenslücke von 2’000 Franken pro Monat,
benötigen Sie bei einer Rendite von zwei Prozent bei der Pensionierung
knapp 400’000 Franken Vermögen, um diese Lücke während 20 Jahren zu
schliessen (siehe Tabelle). Je mehr Rendite Sie auf dem Kapital
erzielen, das Sie nach der Pensionierung Schritt für Schritt
aufbrauchen, desto weniger Vermögen benötigen Sie.
Quelle: Vermögenszentrum
^^^ Nach oben
... widmet sich finanziellen Vorsorgefragen und der nachhaltigen Geldanlage; ... gehört zum Unternehmen «Media for Sustainability» des Ökonomen und Journalisten Guntram Rehsche (siehe auch http://guntram-rehsche.blogspot.com); ... Beiträge sind zeitlich geordnet, Stichwort- und Labelsuche in rechter Spalte; ... Unterstützung mit Zahlung von 20 CHF auf IBAN CH46 0070 0111 3009 63007 (Guntram Rehsche / ZKB) - Danke!.
Posts mit dem Label Performance werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Performance werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Freitag, 9. August 2013
Montag, 17. Dezember 2012
SolarCity nun doch an der Börse
Der US-amerikanische Anlagenbauer SolarCity hat nun doch den Börsengang gewagt (siehe Solarmedia vom 12. Dezember 2012). Der
Titel wird auch gleich in den PHOTON Photovoltaik-Aktien-Index PPVX mit
Schlusskurs von vergangenem Freitag aufgenommen. Der Börsenneuling
ersetzt STR Holdings aus den USA. SolarCity arbeitet mit einem Leasing-Modell für Solaranlagen, das in Europa seinesgleichen noch sucht.
SolarCity wurde 2006 gegründet und hat den Hauptsitz im kalifornischen San Mateo. Hauptaktionär (mit 30.6 Prozent) ist Elon Musk, Mitbegründer des Internet-Zahldienstes PayPal sowie Hauptaktionär und Chef des Elektro-Auto-Herstellers Tesla Motors. Beim Börsengang (IPO) an der Technologiebörse Nasdaq wurden 11.5 Millionen Aktien zum Kauf angeboten - nur rund ein Sechstel des Unternehmens. Bei einem Verkaufspreis von acht Dollar liegt der Erlös bei rund 92 Mio. $. Kurz vor dem IPO war mit einem wesentlich höheren Preis gerechnet worden. Dieser höhere Preis ergab sich dann schnell an der Börse, schloss der Titel doch am ersten Handelstag um fast die Hälfte höher. Das ganze Unternehmen wird also mit über 650 Millionen $ bewertet - ein erstaunlich hoher Wert angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds und insbesondere der Solarbranche.
SolarCity ist ein Solarinstallateur, der Anlagen verkauft und über Leasingmodelle vertreibt. Refinanziert werden diese - bisher wurden auf rund 45'000 Dächern insgesamt Module im Volumen von rund einer Milliarde $ verbaut - über Joint-Venture-Fonds mit institutionellen Investoren, darunter auch Google und amerikanische Grossbanken. Weitere 0.6 Milliarden $ stehen in solchen Fonds für künftige Projekte zur Verfügung. Allerdings ist das Geschäft von SolarCity bislang von Verlusten geprägt - zuletzt lag er 2011 bei 74 Millionen $ und im laufenden Jahr ist bereits bis Ende September ein solcher von 78 Millionen $ zu verzeichnen.
Nach einer eindrücklichen Performance von 223 Prozent in den Jahren 2003 bis 2011 liegt der PPVX seit Jahresanfang 2012 mit einem Minus von 33 Prozent um rund ebensoviel hinter dem NYXE Area Oil. Die Marktkapitalisierung des Solarindexes, die einst 50 Milliarden Euro überschritten hatte, beträgt noch 11.9 Mrd. €.
SolarCity belegt mit dem erwähnten Börsenwert derzeit den dritten Platz im Solarindex PPVX, noch vor der deutschen Wechselrichterherstellerin SMA. Der PPVX wurde im Übrigen 2001 mit 1000 Punkten und elf Aktien gestartet - derzeit liegt er nach einem Höhenflug von weit über 2000 Punkten bei nur noch 554 Punkten (per 7. Dezember 2012). Er wird regelmässig bei Reuters und in den Zeitschriften Photon / Öko-Invest publiziert. Derzeit ist er wie folgt zusammengesetzt:
SolarCity wurde 2006 gegründet und hat den Hauptsitz im kalifornischen San Mateo. Hauptaktionär (mit 30.6 Prozent) ist Elon Musk, Mitbegründer des Internet-Zahldienstes PayPal sowie Hauptaktionär und Chef des Elektro-Auto-Herstellers Tesla Motors. Beim Börsengang (IPO) an der Technologiebörse Nasdaq wurden 11.5 Millionen Aktien zum Kauf angeboten - nur rund ein Sechstel des Unternehmens. Bei einem Verkaufspreis von acht Dollar liegt der Erlös bei rund 92 Mio. $. Kurz vor dem IPO war mit einem wesentlich höheren Preis gerechnet worden. Dieser höhere Preis ergab sich dann schnell an der Börse, schloss der Titel doch am ersten Handelstag um fast die Hälfte höher. Das ganze Unternehmen wird also mit über 650 Millionen $ bewertet - ein erstaunlich hoher Wert angesichts des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds und insbesondere der Solarbranche.
SolarCity ist ein Solarinstallateur, der Anlagen verkauft und über Leasingmodelle vertreibt. Refinanziert werden diese - bisher wurden auf rund 45'000 Dächern insgesamt Module im Volumen von rund einer Milliarde $ verbaut - über Joint-Venture-Fonds mit institutionellen Investoren, darunter auch Google und amerikanische Grossbanken. Weitere 0.6 Milliarden $ stehen in solchen Fonds für künftige Projekte zur Verfügung. Allerdings ist das Geschäft von SolarCity bislang von Verlusten geprägt - zuletzt lag er 2011 bei 74 Millionen $ und im laufenden Jahr ist bereits bis Ende September ein solcher von 78 Millionen $ zu verzeichnen.
Nach einer eindrücklichen Performance von 223 Prozent in den Jahren 2003 bis 2011 liegt der PPVX seit Jahresanfang 2012 mit einem Minus von 33 Prozent um rund ebensoviel hinter dem NYXE Area Oil. Die Marktkapitalisierung des Solarindexes, die einst 50 Milliarden Euro überschritten hatte, beträgt noch 11.9 Mrd. €.
SolarCity belegt mit dem erwähnten Börsenwert derzeit den dritten Platz im Solarindex PPVX, noch vor der deutschen Wechselrichterherstellerin SMA. Der PPVX wurde im Übrigen 2001 mit 1000 Punkten und elf Aktien gestartet - derzeit liegt er nach einem Höhenflug von weit über 2000 Punkten bei nur noch 554 Punkten (per 7. Dezember 2012). Er wird regelmässig bei Reuters und in den Zeitschriften Photon / Öko-Invest publiziert. Derzeit ist er wie folgt zusammengesetzt:
PPVX =
|
606
|
||||
Land
|
Unternehmen
|
Branche
|
Kurs
14.12.12
|
%
seit
|
|
(Heimatw.)
|
1.1.12
|
||||
CN
|
Apollo Solar Energy Techn.
|
Equipment,
Module, Projekte (HKD)
|
0,280
|
0,0
|
|
D
|
Capital Stage AG
|
Betreiber,
Projekte
|
3,500
|
+17,8
|
****
|
USA
|
Enphase
Energy
|
Wechselrichter
|
3,22
|
-56,1
|
**
|
TW
|
E-Ton
Solar
|
Zellen
|
12,40
|
-14,5
|
***
|
USA
|
First
Solar
|
Dünnschichtmodule,
Projekte
|
32,56
|
-3,6
|
|
CN
|
GCL Poly Energy Holding
|
Silizium, Wafer,
Projekte (in HKD)
|
1,48
|
-31,8
|
|
TW
|
Gintech
Energy
|
Zellen
|
26,20
|
-19,8
|
|
TW
|
Green Energy Technology
|
Wafer
|
24,70
|
-27,6
|
|
USA
|
GT Advanced Technologies
|
Equipment
|
3,480
|
-51,9
|
|
CN
|
JA
Solar
|
Wafer, Zellen,
Module, Systeme (USD)
|
4,03
|
-39,9
|
|
CN
|
LDK
Solar
|
Silizium, Wafer,
Zellen, Module (USD)
|
1,26
|
-69,9
|
|
USA
|
MEMC
Electronic Materials
|
Silizium, Wafer,
Projekte
|
3,22
|
-18,3
|
|
CH
|
Meyer
Burger Technol. AG
|
Equipment
|
7,20
|
-51,0
|
|
TW
|
Motech
Industries
|
Zellen, Module,
Wechselrichter
|
25,95
|
-51,1
|
|
TW
|
Neo
Solar Power
|
Zellen, Module
|
17,95
|
-5,8
|
|
ROK
|
Nexolon
|
Ingots, Wafer
|
1.350
|
-72,7
|
*
|
USA
|
Power-One
|
Wechselrichter
|
4,20
|
+7,4
|
|
N
|
Renewable
Energy Corp.
|
Silizium, Wafer,
Zellen, Module
|
1,200
|
-54,7
|
|
TW
|
Sino-American
Silicon Pr.
|
Wafer
|
35,00
|
-24,9
|
|
D
|
SMA
Solar Technology AG
|
Wechselrichter
|
18,638
|
-56,0
|
|
USA
|
SolarCity
|
Installation,
Finanzierung
|
11,72
|
0,0
|
****
|
CN
|
Solargiga Energy Holdings
|
Wafer, Zellen,
Module (in HKD)
|
0,425
|
-45,5
|
|
TW
|
Solartech Energy
|
Zellen
|
20,00
|
-32,2
|
|
D
|
SolarWorld
AG
|
Wafer, Module,
Zellen, Systeme
|
1,180
|
-62,5
|
|
USA
|
SunPower
|
Module, Zellen,
Systeme/Projekte
|
5,41
|
-13,2
|
|
TW
|
Sunrise Global Solar Energy
|
Zellen
|
21,00
|
-23,6
|
***
|
CN
|
Suntech
Power
|
Wafer, Zellen,
Module
|
1,04
|
-52,9
|
|
CN
|
Trina Solar
|
Wafer, Zellen,
Module
|
4,14
|
-38,0
|
|
ROK
|
Woongjin Energy
|
Wafer
|
1.930
|
-54,5
|
|
CN
|
Yingli
Green Energy
|
Wafer, Zellen,
Module (in USD)
|
2,34
|
-38,4
|
|
int.
|
PPVX
|
Solar-Aktien-Index
|
606
|
-33,3
|
* seit 16.1.12, ** seit
2.4.12, *** seit 11.6.12, **** seit 16.7.12, **** seit 17.12.12
Labels:
Aktien,
Indizes,
Nachhaltiges Investieren,
Performance
Donnerstag, 27. September 2012
Nachhaltigkeit mit besserer Rendite
oekom
research und die Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft für
Wertpapierportfolios (DPG) veröffentlichen die Ergebnisse einer
vergleichenden Analyse internationaler Aktien.
Um mehr als 15 Prozent lag die Rendite der von oekom research unter Nachhaltigkeitsaspekten positiv bewerteten Unternehmen im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 über der des Aktienindex MSCI World®. Gleichzeitig weisen diese Unternehmen ein leicht geringeres Risiko auf als die konventionelle Benchmark.
Immer wieder kämpfen die nachhaltigen Kapitalanlagen, bei denen die soziale und ökologische Leistungsfähigkeit der Emittenten in die Anlageentscheidung einbezogen wird, mit dem Vorurteil, dass der Anleger auf Rendite verzichten muss. Hintergrund hierfür ist die Überlegung, dass der Einsatz von Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Ansatz, bei dem ausschließlich in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird, zu einer Verkleinerung des investierbaren Universums und damit nach gängigen Portfoliotheorien zu Nachteilen bei Rendite und Risiko führt. Nachhaltige Investoren sind dagegen davon überzeugt, dass die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher sind, die sozial und ökologisch verantwortlich handeln, die beispielsweise auf Energie- und Ressourceneffizienz setzen, ihre Mitarbeiter und Zulieferer fair behandeln und den Grundsätzen guter Corporate Governance folgen. Ziel der von oekom research und DPG gemeinsam durchgeführten Studie war es, diese Plausibilitätsüberlegungen statistisch zu überprüfen. Dazu wurde ein Portfolio aus von oekom research unter Nachhaltigkeitskriterien positiv bewerteten Großunternehmen, („oekom Prime Portfolio Large Caps“) mit dem MSCI World Total Return Index® verglichen.
Im Zeitraum vom 31.12.2004 bis 31.12.2011, also über sieben Jahre, erreichte das nach Marktkapitalisierung gewichtete oekom Prime Portfolio Large Caps eine kumulierte Rendite von 30,90 Prozent. Der MSCI World® kam im gleichen Zeitraum auf eine kumulierte Rendite von 26,80 Prozent. „Das oekom Prime Portfolio Large Caps erzielte damit im Betrachtungszeitraum eine um 4,1 Prozentpunkte oder 15,30 Prozent bessere Rendite,“ so Hans G. Pieper, Geschäftsführer der DPG. „Bei Gleichgewichtung der Titel im oekom Prime Portfolio Large Caps lag die kumulierte Rendite sogar bei 62,84 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie bei der konventionellen Benchmark.“
Die beste Performance zeigten im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 die Titel des oekom Prime Portfolios Large Caps aus der Region Asia-Pacific. Sie kamen bei marktkapitalisierungsgewichteter Betrachtung auf eine jährliche Rendite von 6,39 Prozent und schnitten damit deutlich besser ab als der Vergleichsindex mit 4,86 Prozent p.a. Auch in Deutschland lag die jährliche Rendite im Beobachtungszeitraum mit 5,36 Prozent über der der entsprechenden Benchmark (4,26 Prozent). In Europa erreichte das oekom Prime Portfolio Large Caps mit 2,89 Prozent die gleiche jährliche Rendite wie der entsprechende MSCI Index®.
„Das Ergebnis der Studie bestätigt unsere Hypothese, dass die Nachhaltigkeitsperformance ein guter Indikator für die gesamte Leistungskraft von Unternehmen darstellt und dass Investoren gut beraten sind, diesen Indikator in ihre Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen,“ stellt Robert Haßler, CEO von oekom research, fest. Und weiter: „Die bessere Performance wurde dabei nicht durch ein höheres Risiko erkauft, im Gegenteil: Das jährliche Risiko lag beim oekom Prime Portfolio Large Caps sogar etwas niedriger als beim MSCI World Index®.“ Das oekom Prime Portfolio Large Caps erreichte beim jährlichen Risiko einen Wert von 18,92 Prozent gegenüber 19,08 Prozent beim MSCI World®.
Basis der Analyse war ein Portfolio aus von oekom research mit dem oekom Prime Status ausgezeichneten Großunternehmen. Der Prime Status wird an Unternehmen verliehen, die den von oekom research branchenspezifisch definierten Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement genügen. Das oekom Prime Portfolio Large Caps umfasste per 31.12.2011 300 Unternehmen aus mehr als 25 Staaten.
Quelle: oekom research (dort kann Studie heruntergeladen werden)
^^^ Nach oben
Um mehr als 15 Prozent lag die Rendite der von oekom research unter Nachhaltigkeitsaspekten positiv bewerteten Unternehmen im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 über der des Aktienindex MSCI World®. Gleichzeitig weisen diese Unternehmen ein leicht geringeres Risiko auf als die konventionelle Benchmark.
Immer wieder kämpfen die nachhaltigen Kapitalanlagen, bei denen die soziale und ökologische Leistungsfähigkeit der Emittenten in die Anlageentscheidung einbezogen wird, mit dem Vorurteil, dass der Anleger auf Rendite verzichten muss. Hintergrund hierfür ist die Überlegung, dass der Einsatz von Ausschlusskriterien und Best-in-Class-Ansatz, bei dem ausschließlich in die nachhaltigsten Unternehmen einer Branche investiert wird, zu einer Verkleinerung des investierbaren Universums und damit nach gängigen Portfoliotheorien zu Nachteilen bei Rendite und Risiko führt. Nachhaltige Investoren sind dagegen davon überzeugt, dass die Unternehmen wirtschaftlich erfolgreicher sind, die sozial und ökologisch verantwortlich handeln, die beispielsweise auf Energie- und Ressourceneffizienz setzen, ihre Mitarbeiter und Zulieferer fair behandeln und den Grundsätzen guter Corporate Governance folgen. Ziel der von oekom research und DPG gemeinsam durchgeführten Studie war es, diese Plausibilitätsüberlegungen statistisch zu überprüfen. Dazu wurde ein Portfolio aus von oekom research unter Nachhaltigkeitskriterien positiv bewerteten Großunternehmen, („oekom Prime Portfolio Large Caps“) mit dem MSCI World Total Return Index® verglichen.
Im Zeitraum vom 31.12.2004 bis 31.12.2011, also über sieben Jahre, erreichte das nach Marktkapitalisierung gewichtete oekom Prime Portfolio Large Caps eine kumulierte Rendite von 30,90 Prozent. Der MSCI World® kam im gleichen Zeitraum auf eine kumulierte Rendite von 26,80 Prozent. „Das oekom Prime Portfolio Large Caps erzielte damit im Betrachtungszeitraum eine um 4,1 Prozentpunkte oder 15,30 Prozent bessere Rendite,“ so Hans G. Pieper, Geschäftsführer der DPG. „Bei Gleichgewichtung der Titel im oekom Prime Portfolio Large Caps lag die kumulierte Rendite sogar bei 62,84 Prozent und damit mehr als doppelt so hoch wie bei der konventionellen Benchmark.“
Die beste Performance zeigten im Zeitraum 31.12.2004 bis 31.12.2011 die Titel des oekom Prime Portfolios Large Caps aus der Region Asia-Pacific. Sie kamen bei marktkapitalisierungsgewichteter Betrachtung auf eine jährliche Rendite von 6,39 Prozent und schnitten damit deutlich besser ab als der Vergleichsindex mit 4,86 Prozent p.a. Auch in Deutschland lag die jährliche Rendite im Beobachtungszeitraum mit 5,36 Prozent über der der entsprechenden Benchmark (4,26 Prozent). In Europa erreichte das oekom Prime Portfolio Large Caps mit 2,89 Prozent die gleiche jährliche Rendite wie der entsprechende MSCI Index®.
„Das Ergebnis der Studie bestätigt unsere Hypothese, dass die Nachhaltigkeitsperformance ein guter Indikator für die gesamte Leistungskraft von Unternehmen darstellt und dass Investoren gut beraten sind, diesen Indikator in ihre Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen,“ stellt Robert Haßler, CEO von oekom research, fest. Und weiter: „Die bessere Performance wurde dabei nicht durch ein höheres Risiko erkauft, im Gegenteil: Das jährliche Risiko lag beim oekom Prime Portfolio Large Caps sogar etwas niedriger als beim MSCI World Index®.“ Das oekom Prime Portfolio Large Caps erreichte beim jährlichen Risiko einen Wert von 18,92 Prozent gegenüber 19,08 Prozent beim MSCI World®.
Basis der Analyse war ein Portfolio aus von oekom research mit dem oekom Prime Status ausgezeichneten Großunternehmen. Der Prime Status wird an Unternehmen verliehen, die den von oekom research branchenspezifisch definierten Anforderungen an das Nachhaltigkeitsmanagement genügen. Das oekom Prime Portfolio Large Caps umfasste per 31.12.2011 300 Unternehmen aus mehr als 25 Staaten.
Quelle: oekom research (dort kann Studie heruntergeladen werden)
^^^ Nach oben
Labels:
Aktien,
Anlage,
Nachhaltiges Investieren,
Performance,
Renditevergleich,
Studien
Freitag, 31. Dezember 2010
Verlust von 30 Prozent
Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World hat das Jahr 2010 mit einem drastischen Kursverlust beendet. Das regenerative Börsenbarometer notierte 29,3 Prozent (Schlussstand: 529,63 Punkte) niedriger als vor einem Jahr (2009: 749,25 Punkte).
Im Rahmen der turnusmäßigen Neuzusammensetzung zum 01. Januar 2011 steigt das Gewicht der im RENIXX gelisteten Unternehmen aus China weiter an. Mit den Waferherstellern LDK Solar und Renesola sowie dem Windenergieanlagen-Produzenten Goldwind sind ab 2011 bereits 10 chinesische Unternehmen im Aktienindex notiert. Weitere Aufsteiger sind der regenerative Energieerzeuger Enel Green Power (Italien) und der Spezialist für die Verkapselung von PV-Modulen STR Holdings aus den USA.
Aus dem RENIXX-World absteigen müssen drei deutsche Solarunternehmen: Centrotherm, Roth & Rau sowie Q-Cells. Zudem sind ab 2011 der US-Windenergie-Zulieferer Zoltek und der australische Windpark-Betreiber Infigen Energy nicht mehr im RENIXX World vertreten.
Quelle: IWR
Im Rahmen der turnusmäßigen Neuzusammensetzung zum 01. Januar 2011 steigt das Gewicht der im RENIXX gelisteten Unternehmen aus China weiter an. Mit den Waferherstellern LDK Solar und Renesola sowie dem Windenergieanlagen-Produzenten Goldwind sind ab 2011 bereits 10 chinesische Unternehmen im Aktienindex notiert. Weitere Aufsteiger sind der regenerative Energieerzeuger Enel Green Power (Italien) und der Spezialist für die Verkapselung von PV-Modulen STR Holdings aus den USA.
Aus dem RENIXX-World absteigen müssen drei deutsche Solarunternehmen: Centrotherm, Roth & Rau sowie Q-Cells. Zudem sind ab 2011 der US-Windenergie-Zulieferer Zoltek und der australische Windpark-Betreiber Infigen Energy nicht mehr im RENIXX World vertreten.
Quelle: IWR
Freitag, 29. Oktober 2010
Energieindex auf Jahrestief
Der weltweite Aktienindex für erneuerbare Energien RENIXX World hat am Donnerstag durch Verluste in Höhe von 1,14 Prozent (-6,43 Punkte) bei 556,58 Punkte einen neuen Jahrestiefstwert markiert. Tiefer hatte der Index zuletzt im März 2009 geschlossen. Bereits am Morgen fiel das regenerative Börsenbarometer unter 560 Punkte zurück und baute diese Verluste im weiteren Tagesverlauf aus.
Schwächster Wert im RENIXX ist die Aktie des norwegischen Solarkonzerns REC mit einem Kursverlust von 8,3 Prozent auf 2,53 Euro. Das Unternehmen hatte die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2010 vorgelegt. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 80 Prozent auf 3,78 Mrd. norwegische Kronen (rd. 460 Mio. Euro) gesteigert werden, allerdings betrug das EPS -0,90 norwegische Kronen (Q3 2009: -0,32). EDP Renovaveis sinken um 6,8 Prozent auf 4,06 Euro und Hansen Transmissions, die gestern vor Börsenbeginn ebenfalls ihre Finanzzahlen veröffentlicht hatten, fallen um 5,3 Prozent auf 0,47 Euro. Den Zahlen von Hansen Transmissions zufolge sank der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 (vom 01.04.2010 bis zum 30.09.2010) gegenüber dem Vorjahreszeitraum drastisch um rund 55 Prozent auf 239 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 10 Mio. Euro erzielt (HJ 1 2009/2010: -9 Mio. Euro).
Zu den Gewinnern des Tages zählen die beiden deutschen Photovoltaik-Aktien von Q-Cells (+3,7 Prozent, 3,10 Euro) und SolarWorld (+2,6 Prozent, 10,62 Euro). Beide Titel wurden von den Analysten der HSBC neu bewertet. Während SolarWorld unverändert mit "overweight" eingestuft wird, bleibt es für Q-Cells bei dem Votum "underweight". Im Rahmen einer Branchenstudie zum Solarsektor gehe man bei der HSBC davon aus, dass sich die Solarnachfrage im laufenden Jahr mehr als verdoppeln dürfte und dies sollte in den Quartalsberichten beider Unternehmen deutlich werden. Allerdings könne es im kommenden Jahr zu einem Nachfragerückgang von 15 Prozent kommen, so die Experten. Weitere Kursgewinne stellten sich gestern für China WindPower (+2,8 Prozent, 0,07 Euro), Motech (+2,6 Prozent, 2,80 Euro) und Yingli (+2,4 Prozent, 8,66 Euro) ein.
Die Umsätze in den 30 RENIXX-Aktien an den zugrundeliegenden Börsen-Handelsplätzen betrugen gestern 23,48 Mio. Euro (Vortag: 41,45 Mio. Euro). Weitere News und Infos zum Thema Finanzen sowie zum Aktien-Index für erneuerbare Energien RENIXX World(ISIN: DE000RENX014/WKN: RENX01)
Quelle: IWR
Schwächster Wert im RENIXX ist die Aktie des norwegischen Solarkonzerns REC mit einem Kursverlust von 8,3 Prozent auf 2,53 Euro. Das Unternehmen hatte die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2010 vorgelegt. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 80 Prozent auf 3,78 Mrd. norwegische Kronen (rd. 460 Mio. Euro) gesteigert werden, allerdings betrug das EPS -0,90 norwegische Kronen (Q3 2009: -0,32). EDP Renovaveis sinken um 6,8 Prozent auf 4,06 Euro und Hansen Transmissions, die gestern vor Börsenbeginn ebenfalls ihre Finanzzahlen veröffentlicht hatten, fallen um 5,3 Prozent auf 0,47 Euro. Den Zahlen von Hansen Transmissions zufolge sank der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2010/2011 (vom 01.04.2010 bis zum 30.09.2010) gegenüber dem Vorjahreszeitraum drastisch um rund 55 Prozent auf 239 Mio. Euro. Unter dem Strich wurde ein Verlust von 10 Mio. Euro erzielt (HJ 1 2009/2010: -9 Mio. Euro).
Zu den Gewinnern des Tages zählen die beiden deutschen Photovoltaik-Aktien von Q-Cells (+3,7 Prozent, 3,10 Euro) und SolarWorld (+2,6 Prozent, 10,62 Euro). Beide Titel wurden von den Analysten der HSBC neu bewertet. Während SolarWorld unverändert mit "overweight" eingestuft wird, bleibt es für Q-Cells bei dem Votum "underweight". Im Rahmen einer Branchenstudie zum Solarsektor gehe man bei der HSBC davon aus, dass sich die Solarnachfrage im laufenden Jahr mehr als verdoppeln dürfte und dies sollte in den Quartalsberichten beider Unternehmen deutlich werden. Allerdings könne es im kommenden Jahr zu einem Nachfragerückgang von 15 Prozent kommen, so die Experten. Weitere Kursgewinne stellten sich gestern für China WindPower (+2,8 Prozent, 0,07 Euro), Motech (+2,6 Prozent, 2,80 Euro) und Yingli (+2,4 Prozent, 8,66 Euro) ein.
Die Umsätze in den 30 RENIXX-Aktien an den zugrundeliegenden Börsen-Handelsplätzen betrugen gestern 23,48 Mio. Euro (Vortag: 41,45 Mio. Euro). Weitere News und Infos zum Thema Finanzen sowie zum Aktien-Index für erneuerbare Energien RENIXX World(ISIN: DE000RENX014/WKN: RENX01)
Quelle: IWR
Labels:
Aktien,
Anlage,
Nachhaltiges Investieren,
Performance
Montag, 26. April 2010
Ökofonds sind konkurrenzfähig
Ökologische und ethische Aktienfonds Welt konnten in den vergangenen schwierigen fünf Jahren gut mit klassischen Fonds mithalten.
Knapp ein Fünftel der sauberen Fonds hat eine Rendite von mehr als 2,5 Prozent pro Jahr geschafft, keiner liegt unter minus 5 Prozent – im Schnitt ist das vergleichbar mit klassischen Fonds. Die Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest die besten sauberen Fonds verglichen und gibt Empfehlungen für ein ökologisches und ein ethisches Muster-Depot.
Nachhaltige Fonds gibt es mittlerweile für fast alle Anlageklassen. Mit der Auswertung von Finanztest ist eine 100 Prozent nachhaltige Geldanlage ist daher kein Problem mehr. Die vielen Angebote mit ihren sehr unterschiedlich strengen Kriterien machen den Markt auch unübersichtlich. Wer nicht möchte, dass Öl-, Rüstungs- oder Atomfirmen im eigenen Depot landen, kann mit dem Test von Finanztest genau hinschauen, wie Öko und Ethik im Einzelfall definiert ist.
Empfehlenswert ist zum Beispiel der global anlegende Aktienfonds Green Effects NAI-Werte. Er hat die strengsten Ausschlusskriterien für umweltschädliche und unethische Branchen und gleichzeitig die beste Finanztest-Bewertung für Wertentwicklung und -Stabilität. Gut abgeschnitten hat auch der Pioneer Global Ecology und der Swisscanto Green Invest - die beide in der Schweiz aktiv vertrieben werden.
Demgegenüber ist der Siegerfonds Green Effects im Nachteil: Es sind nur 30 Aktien in dem Fonds – als Basisanlage ist das zu wenig, der Fonds eignet sich daher nur zur Beimischung. Und er ist offiziell in der Schweiz nicht zum Vertrieb zugelassen - das heisst, er darf nicht beworben, auf Anfrage der Kundschaft aber verkauft werden.
Für den sicheren Teil des Depots eignen sich zum Beispiel Rentenfonds. Auch hier gibt es Fonds mit Öko- und Ethik-Schwerpunkt, die Staaten nach ihren Umweltgesetzen oder nach der Haltung zur Todesstrafe bewerten. Doch bei Staatsanleihen müssen Anleger zwangsläufig Kompromisse eingehen, denn die wenigsten Länder haben eine vollständig weiße Weste. Der Test mit den besten Ethik- und Ökofonds ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht, die vollständige Übersicht aller sauberen Fonds online:
© Oekonomedia / Quelle: Sonnenseite / Stiftung Warentest 2010
Knapp ein Fünftel der sauberen Fonds hat eine Rendite von mehr als 2,5 Prozent pro Jahr geschafft, keiner liegt unter minus 5 Prozent – im Schnitt ist das vergleichbar mit klassischen Fonds. Die Stiftung Warentest hat in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest die besten sauberen Fonds verglichen und gibt Empfehlungen für ein ökologisches und ein ethisches Muster-Depot.
Nachhaltige Fonds gibt es mittlerweile für fast alle Anlageklassen. Mit der Auswertung von Finanztest ist eine 100 Prozent nachhaltige Geldanlage ist daher kein Problem mehr. Die vielen Angebote mit ihren sehr unterschiedlich strengen Kriterien machen den Markt auch unübersichtlich. Wer nicht möchte, dass Öl-, Rüstungs- oder Atomfirmen im eigenen Depot landen, kann mit dem Test von Finanztest genau hinschauen, wie Öko und Ethik im Einzelfall definiert ist.
Empfehlenswert ist zum Beispiel der global anlegende Aktienfonds Green Effects NAI-Werte. Er hat die strengsten Ausschlusskriterien für umweltschädliche und unethische Branchen und gleichzeitig die beste Finanztest-Bewertung für Wertentwicklung und -Stabilität. Gut abgeschnitten hat auch der Pioneer Global Ecology und der Swisscanto Green Invest - die beide in der Schweiz aktiv vertrieben werden.
Demgegenüber ist der Siegerfonds Green Effects im Nachteil: Es sind nur 30 Aktien in dem Fonds – als Basisanlage ist das zu wenig, der Fonds eignet sich daher nur zur Beimischung. Und er ist offiziell in der Schweiz nicht zum Vertrieb zugelassen - das heisst, er darf nicht beworben, auf Anfrage der Kundschaft aber verkauft werden.
Für den sicheren Teil des Depots eignen sich zum Beispiel Rentenfonds. Auch hier gibt es Fonds mit Öko- und Ethik-Schwerpunkt, die Staaten nach ihren Umweltgesetzen oder nach der Haltung zur Todesstrafe bewerten. Doch bei Staatsanleihen müssen Anleger zwangsläufig Kompromisse eingehen, denn die wenigsten Länder haben eine vollständig weiße Weste. Der Test mit den besten Ethik- und Ökofonds ist in der Mai-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest veröffentlicht, die vollständige Übersicht aller sauberen Fonds online:
© Oekonomedia / Quelle: Sonnenseite / Stiftung Warentest 2010
Labels:
Fonds,
Nachhaltiges Investieren,
Performance,
Rating
Abonnieren
Posts (Atom)
