Donnerstag, 2. Januar 2014

Comeback der grünen Aktien

Nach den letzten drei mageren Jahren mit hohen Kursverlusten haben sich die „grünen“ Aktien im Börsenjahr 2013 erstmals wieder erholt.

Der internationale Leitindex der Regenerativen Energiewirtschaft RENIXX World (Renewable Energy Industrial Index) notiert zum Jahresschluss mit 320,11 Punkten um 89,8 Prozent höher als vor einem Jahr (168,69 Punkte), teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit. Im Jahr 2012 verlor der RENIXX noch 30 Prozent, im Jahr 2011 waren es sogar über 54 Prozent.

Solaraktien aus Kanada und den USA sowie die Aktien europäischer Hersteller von Windenergie-Anlagen zählten 2013 zu den größten Gewinnern. An der Spitze notiert die Aktie von Canadian Solar mit einem Plus von 745 Prozent, gefolgt von Sunpower (+410 Prozent) und Solarcity (+393 Prozent) aus den USA. Dahinter reihen sich die Windenergieanlagen-Hersteller Vestas (Dänemark, +390 Prozent) und Gamesa (Spanien, +327 Prozent) ein. Die Aktie des deutschen Windkraftanlagen-Herstellers Nordex steigt um 219 Prozent. Lediglich vier Aktien mussten im Jahr 2013 Kursverluste hinnehmen. Dazu zählen EDP Renovaveis (Spanien, -5 Prozent), PNE Wind (Deutschland, -10 Prozent), Brookfield Renewable (Kanada, -15 Prozent) und Suzlon (Indien, -50 Prozent).

Im Rahmen der turnusgemäßen Neuzusammensetzung zum 01. Januar 2014 auf der Basis der Börsenkapitalisierung steigen der Bioethanol-Hersteller Cropenergies, der Windkraft-Projektierer PNE Wind, der Brennstoffzellen-Anbieter Fuelcell Energy, der PV-Hersteller Ja Solar sowie der Wechselrichter-Produzent SMA aus dem Index ab. Aufsteiger sind Tesla Motors aus den USA (Elektromobilität), der kanadische Regenerativ-Energie-Erzeuger Innergex Renewable Energy, die chinesischen Solar-Hersteller Jinko Solar und Shunfeng Photovoltaic sowie der US-Bioethanol-Produzent Green Plains.

Der RENIXX World (Renewable Energy Industrial Index) bildet als erster Aktienindex die Performance der 30 weltweit führenden börsennotierten Unternehmen auf dem industriellen Zukunftsfeld der Regenerativen Energiewirtschaft ab. Maßgeblich für die Aufnahme in den RENIXX und die Gewichtung ist die Free-Float Marktkapitalisierung. Die Unternehmen müssen mindestens 50 Prozent ihrer Umsätze im Bereich der Regenerativen Energiewirtschaft erzielen. 

Quelle: Internationales Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) 2013 / sonnenseite.com

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Montag, 7. Oktober 2013

Wann lohnt Vorbezug der AHV-Rente?


Die AHV-Rente kann man bereits ein oder zwei Jahre vor dem Erreichen des ordentlichen Rentenalters beziehen. Ob sich ein frühzeitiger Bezug finanziell auszahlt, hängt in erster Linie von der Lebenserwartung ab. Das VZ Vermögenszentrum hat Kriterien zusammengestellt, die in der Folge wiedergegeben sind. 

Frauen erreichen das ordentliche Rentenalter mit 64 Jahren, Männer mit 65 Jahren. Einen vorzeitigen Rentenbezug muss man spätestens im Monat vor seinem Geburtstag bei der AHV einreichen. Danach ist ein Vorbezug erst wieder ab dem folgenden Geburtstag möglich. Ein Vorbezug führt zu einer lebenslänglichen Rentenkürzung. Bezieht man die Rente ein Jahr vor dem regulären Rentenalter, wird die Rente um 6,8 Prozent gekürzt. Bei einem Vorbezug um zwei Jahre beträgt die Kürzung 13,6 Prozent. Der Vorbezug lohnt sich vor allem für Rentnerinnen und Rentner, die von einer unterdurchschnittlichen Lebenserwartung ausgehen.

Angenommen, ein alleinstehender Frühpensionär bezieht seine Rente mit 64 statt mit 65 Jahren. Wenn er Anrecht auf die Maximalrente hat, erhält er dadurch nur 26’170 Franken statt 28’080 Franken jährlich. Der Vorbezug zahlt sich aus, wenn der Rentner relativ früh stirbt, zum Beispiel schon mit 70 Jahren. Bis zu seinem Tod bezieht er in diesem Fall AHV-Renten von insgesamt 157’020 Franken (siehe Tabelle). Beim regulären Bezug ab 65 wären es bis zu diesem Zeitpunkt nur 140’400 Franken.  Bei rund 79 Jahren kippt die Rechnung: Ab diesem Alter ist die Summe aller AHV-Renten höher, wenn die Rente erst ab 65 ausbezahlt wurde. Die Lebenserwartung eines 65-jährigen Mannes liegt heute bei rund 83 Jahren.

Für Frauen sieht die Rechnung ähnlich aus; sie fahren bei einem Vorbezug um ein Jahr besser als mit dem regulären Bezug ab 64, wenn sie nicht älter als 78 werden. Eine 64-jährige Frau wird heute im Durchschnitt rund 86 Jahre alt.

Beim Entscheid für oder gegen einen Vorbezug wichtig sind auch die persönliche Einkommens-, Vermögens- und Steuersituation. AHV-Renten sind vollumfänglich als Einkommen zu versteuern. Wenn zum Beispiel der Ehepartner noch arbeitet, könnten sein Erwerbseinkommen und die vorbezogene Rente zusammen eine so hohe Steuerprogression auslösen, dass die zusätzlichen Steuern die Vorteile des Vorbezugs zunichte machen.

Quelle: Vermögenszentrum

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Donnerstag, 19. September 2013

Nachhaltigkeits-Index in der Kritik

Er ist der grösste - fortan aber wohl auch der umstrittenste - der DJSI-Nachhaltigkeitsindex verwirrt mit den Neuaufnahmen, die in diesem Herbst erfolgten. Das ecoreporter-Portal deckt die Widersprüche auf.

Der Dow Jones Sustainability Index World (DJSI) ist der Nachhaltigkeitsindex, nach dem das meiste Vermögen angelegt wird. Dow Jones hat ihn 1999 zusammen mit der schweizerischen Rating-Agentur SAM Sustainable Asset Management entwickelt, die das Research liefert. Diese firmiert seit 2013 als RobecoSAM, nach ihrer Muttergesellschaft Robeco aus den Niederlanden. Das Universum für die DJSI World Indices bildet der Dow Jones Industrial Average Index. Er enthält die Kurse der Aktien an der New Yorker Börse mit der größten Marktkapitalisierung. Aus diesem Index werden für den DJSI alljährlich die zehn Prozent der nachhaltigkeitsbesten Unternehmen ihrer Branche ausgewählt. Diese Auswahl basiert auf Analysen der Nachhaltigkeitsexperten von RobecoSAM, die etwa den Umweltschutz und die Arbeitsbedingungen in den Unternehmen bewerten.

Nun liegen die Ergebnisse der jährlichen Überprüfung der Dow Jones Sustainability Indices vor. Nach Angaben von RobecoSAM wurden 47 Werte aus dem DJSI World entfernt – etwa HSBC und Vodafone aus Großbritannien sowie Johnson & Johnson aus den USA - und 33 neu aufgenommen. Damit umfasse die Auswahl des Index fortan 333 Aktien. Die neue Zusammenstellung des DJSI World trete zum 23. September 2013 in Kraft. Zudem kürte RobecoSAM die 24 Großkonzerne, die laut ihrer Analysen in Bezug auf unternehmerische Nachhaltigkeit in ihren Industriegruppen führend sind. Hier wie bei den Neuaufnahmen für den DJSI World wurden Unternehmen ausgewählt, deren Nachhaltigkeit zumindest umstritten ist.


Das gilt etwa für die neu in den nachhaltigen Weltindex aufgenommene Bank of America, eine der größten Neuaufnahmen in den DJSI World. Sie zählt zu den größten Finanzierern von Kohlkraftprojekten weltweit und trägt damit wesentlich dazu bei, dass immer neue dieser klimabelastenden Anlagen bestehen. Aktuell begleitet die Bank of America die Ausgabe junger Aktien der indischen Coal India, die für den Kohleabbau riesige Waldgebiete rodet, für massive Umweltschäden verantwortlich ist und Hunderte Kohleminen ohne Umwelterlaubnis betreibt.  Yann Louvel von der Nicht-Regierungsorganisation BankTrack äußerte sich “schockiert” zu der Aufnahme der Bank of America in den prominenten Nachhaltigkeitsindex. Das Unternehmen stehe bei NGO’s wie BankTrack nicht nur wegen der Finanzierung von Projekten mit verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt in der Kritik, dessen Kunden seien auch für eine Vielzahl von Verstößen gegen Arbeits- und Menschenrechte verantwortlich.

Neu in den DJSI World aufgenommen wurde auch die UBS aus der Schweiz, obwohl sie die Manipulation des Libor verwickelt war, hierfür und für die Beihilfe zum Steuerbetrug seit der letzten Aktualisierung des DJSI hohe Strafen begleichen musste und auch wegen Geldwäsche gegen sie ermittelt wird.


Zu den Nachhaltigkeitsführern ihrer Branche zählen unter den Titeln im DJSI World laut RobecoSAM auch die deutschen Konzerne Allianz, Henkel, SAP, Siemens und Volkswagen. Besonders verwunderlich ist es, dass auch der Nahrungsmittelkonzern Nestle als Nachaltigkeitsbester ausgewählt wurde. Kaum einem internationalen Großkonzern werden zum Beispiel so massive Verstöße gegen Standards der internationalen Arbeitsschutzorganisation ILO so häufig vorgeworfen wie Nestle. Die Kritik von NGOs an dem Konzern und seinen Zulieferern benennt vor allem Ausbeutung und die Behinderung gewerkschaftlicher Aktivitäten, dies insbesondere in Lateinamerika. So gibt weiterhin zahlreiche Bericht über Proteste von Gewerkschaftsseite gegen die kolumbianische Tochtergesellschaft von Nestle, etwa wegen zu vieler Wochenarbeitsstunden und dem Zwang, an Feiertagen zu arbeiten. Auch soll Nestle dafür verantwortlich sein, dass bei Kakaozulieferern des Konzerns in der Elfenbeinküste unter anderem Kinderarbeit und sklavenartige Arbeitsverhältnisse vorkommen.


Im Transport-Sektor wurde Air France als Nachhaltigkeitsführer ausgewählt, obwohl gegen das Unternehmen erst vor wenigen Wochen eine hohe Kartellstrafe in Kanada verhängt wurde, das Unternehmen in diesem Jahr auch in Brasilien wegen eines ähnlichen Vergehens viel Geld bezahlen musste und es als Fluggesellschaft ein besonders klimaschädigendes Geschäftsmodell verfolgt.


SAM und Dow Jones haben eine ganze Familie von nachhaltigen Indices aufgebaut.
Viele davon basieren auf dem DJSI, wobei dann für einzelne Unter-Indices zusätzlich Ausschlusskriterien eingesetzt werden. So sind etwa im Dow Jones Sustainability World Index ex Rüstung und Waffen (DJSI World ex Armaments and Firearms) keine Aktien von Unternehmen enthalten, die in größerem Umfang Waffengeschäfte betreiben. Im DJSI führen solche Aktivitäten lediglich zu Punktabzügen in der Nachhaltigkeitsbeurteilung, aber nicht zum Ausschluss.


Quelle: ecoreporter.de

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Freitag, 9. August 2013

Reicht Vermögen bei Pensionierung?

Bis zur Pensionierung sollten Sie genug Vermögen angespart haben. Prüfen Sie am besten schon mit 50, ob Ihr gewünschter Lebensstil finanzierbar ist, und wie Sie eine Einkommenslücke am besten schliessen. Das Vermögenszentrum (VZ) in Zürich hält dazu in allgemeiner Form fest: 

Die Leistungen der AHV und der Pensionskasse sollen den gewohnten Lebensstandard im Alter gewährleisten. Das ist aber je länger, je weniger realistisch. Die Pensionskassenrenten sind in den letzten Jahren drastisch gesunken und vielfach nicht an die Teuerung angepasst worden. Und der Druck auf die PK-Renten hält an - wer in den nächsten Jahren pensioniert wird, muss mit nochmals tieferen Leistungen rechnen.

Verschaffen Sie sich am besten schon mit 50 einen realistischen Überblick darüber, wie Sie nach der Pensionierung finanziell dastehen. Vergleichen Sie die voraussichtlichen Einnahmen im Ruhestand mit Ihren heutigen Ausgaben, denn erfahrungsgemässs sinken die Ausgaben nach der Pensionierung nicht wesentlich.
Falls sich eine Einkommenslücke ergibt, beginnen Sie möglichst sofort damit, das erforderliche Vermögen anzusparen. Je früher Sie damit anfangen, desto eher schaffen Sie es, die benötigte Summe bis zu Ihrer Pensionierung auf die Seite zu legen. Wer erst kurz vor der Pensionierung feststellt, dass der gewünschte Lebensstil nicht finanzierbar ist, hat kaum mehr Zeit, um sein Vermögen aufzustocken und damit die Einkommenslücke zu schliessen.


Ergibt der Vergleich der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben zum Beispiel eine Einkommenslücke von 2’000 Franken pro Monat, benötigen Sie bei einer Rendite von zwei Prozent bei der Pensionierung knapp 400’000 Franken Vermögen, um diese Lücke während 20 Jahren zu schliessen (siehe Tabelle). Je mehr Rendite Sie auf dem Kapital erzielen, das Sie nach der Pensionierung Schritt für Schritt aufbrauchen, desto weniger Vermögen benötigen Sie.

Quelle: Vermögenszentrum

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Montag, 15. Juli 2013

Naturaktienindex wirft Starbucks raus

Der ethisch-ökologische Natur-Aktien-Index (NAI) hat die internationale Kaffeehauskette Starbucks ausgeschlossen. Bei der Förderung von Öko-Kaffee ist Starbucks nach wie vor sehr engagiert, aber die Tricksereien von Starbucks zur Vermeidung von Steuerzahlungen widersprechen den Prinzipien eines nachhaltigen Wirtschaftsstils , erklärte Horst Hamm als Sprecher des NAI-Ausschusses. 

Der NAI setzt damit gemäss eigenen Angaben ein demonstratives Zeichen gegen die massive Ausnutzung von Steuerschlupflöchern, die mittlerweile auch von den betroffenen Regierungen kritisiert werden. An Stelle von Starbucks ist im NAI künftig der Kaffeegroßhändler Green Mountain Coffee vertreten, der im Bio- und Fairtrade-Bereich engagiert ist. Das Unternehmen ist mit 5.800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 3,8 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr ein  weltweit führender Spezialitätenanbieter für Bio-Kaffee und fair gehandelte Kaffeeprodukte. Während in Deutschland der Anteil von fair gehandeltem Kaffee nach wie vor weniger als zwei Prozent beträgt, liegt dieser Anteil in den USA inzwischen bei 18 Prozent. Green Mountain hat am fair gehandelten Kaffee ebenso wie am Bio-Kaffee einen Anteil von zehn Prozent in den USA.

Außerdem gehört künftig auch das britische Unternehmen Kingfisher zu den 30 Unternehmen im NAI. Die Baumarktgruppe zeichnet sich durch ressourcenschonende und energiesparende Lösungen im Heimwerkermarkt und Do-it-yourself-Bereich aus. Als größte Baumarktkette Europas und die drittgrößte der Welt hat Kingfisher zahlreiche ökologische und nachhaltige Produkte entwickelt, damit die Kunden gezielt Wasser oder Energie sparen können. 81 Prozent sämtlicher Holzprodukte stammen aus ökologisch zertifizierten Wäldern. Bis 2020 soll die 100-Prozent-Marke erreicht werden. Kingfisher ersetzt im NAI das österreichische Wasserunternehmen BWT, das wegen Übernahme ausscheidet.

Der Natur-Aktien-Index (NAI) nimmt Unternehmen in den Index auf, die im ökologischen und auch im sozialen Bereich zu den Branchenvorreitern gehören. Der NAI ist ein renommierter Maßstab für ökologische Geldanlagen. Er wurde 1997 ins Leben gerufen, um zu zeigen, dass ökologisch wirtschaftende Unternehmen auch an der Börse einen Vorteil gegenüber konventionellen Firmen haben. Er hat sich außerordentlich erfolgreich entwickelt und ist seit der Gründung um rund 500 Prozent gestiegen.

Die 30 internationalen Werte im NAI (www.nai-index.de) sind nach Branchen und Ländern gestreut. Sie werden vom unabhängigen NAI-Ausschuss überprüft, in dem Experten vom Wuppertal Institut, Germanwatch, Katalyse, DEG und der Zeitschrift natur vertreten sind. Das Südwind-Institut für Ökonomie und Ökumene e.V. liefert das Research. Indexprovider ist der Finanzdienstleister SECURVITA in Hamburg (www.securvita.de). Der Kurs des NAI wird von Solactive AG berechnet und von Reuters und Bloomberg veröffentlicht. Er ist im Internet abrufbar unter der ISIN-Nummer DE000A1A4ZT2.

Dienstag, 2. Juli 2013

(Onkel) SAM's Irrfahrt geht weiter

 SAM war einst als Sustainable Asset Management eine der bedeutenden Schweizer Gesellschaften für nachhaltiges Investment, sowohl in der Analyse wie mit ihren Finanzprodukten. Dann verkaufte sie Unternehmensgründer Reto Ringger nach Holland - und nun geht die Irrfahrt gemäss einer Meldung von ecoreporter.de weiter.

Der japanische Finanzdienstleistungskonzern Orix hat die niederländische Robeco übernommen. Das geht aus einer Unternehmensmitteilung der ebenfalls niederländischen Coöperatieve Centrale Raiffeisen-Boerenleenbank B.A. (Rabobank) hervor. Die bisherige Muttergesellschaft hat demnach rund 90 Prozent der Anteile an Robeco für insgesamt 1,9 Milliarden Euro an die Japaner veräußert und wird künftig nur noch knapp zehn Prozent der Anteile halten. Robeco ist die Muttergesellschaft der auf Nachhaltigkeitsanalysen und nachhaltige Geldanlagen spezialisierten RobecoSAM aus Zürich und gleichfalls ein wichtiger europäischer Akteur im Bereich des nachhaltigen Investments.

Laut Orix ist die Übernahme die bislang größte Akquisition des Finanzkonzerns. Die Japaner wollen so nach eigenen Angaben besser in den westlichen Märkten Fuß fassen. Sie kündigten an, nicht in die Führung und Strategie von Robeco eingreifen zu wollen. Fortan würden aber Yoshihiko Miyauchi und Makoto  Inoue, der CEO und der Leiter des operativen Geschäfts von Orix, dem Führungsgremium von Robeco angehören. Im Gegensatz zu Robeco ist Orix nicht stark auf nachhaltigen Geldanlagen ausgerichtet. Der Finanzkonzern ist aber bereits in Umwelttechnologie-Branchen wie Recycling, Abwasserreinigung und Photovoltaik aktiv.


Quelle: ecoreporter.de

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Dienstag, 18. Juni 2013

Vanguard: Weitere ETF für die Schweiz

Sie gelten als besonders kostengünstige Form der Fondsanlage: Exchange Traded Funds (ETF) sind Sammelanlagen wie andere Fonds auch - und die Anlagebereiche dieser ETF sind unterdessen so vielfältig wie bei herkömmlichen Fonds. Weil sie sich nicht nach je nachdem mehr oder weniger ausgeklügelten Anlagestrategien richten, sondern ganz simpel nach der Zusammensetzung des jeweiligen Marktindexes, liegen ihre Kosten wesentlich tiefer (Total Expense Ratio = TER). Der US-Anbieter Vanguard, einer der Pioniere auf dem Gebiet der ETF, macht jetzt deren weitere auf dem CH-Markt zugänglich. ETF werden direkt an der Börse gehandelt. 


Vanguard Asset Management hat am Dienstag vier weitere in Irland domizilierte ETFs an der SIX Swiss Exchange aufgelegt. Drei dieser ETFs bilden die wichtigsten internationalen Aktienmärkte ab. Einer der ETFs ist speziell auf eine hohe Dividendenrendite ausgerichtet und investiert in Aktien weltweit.  Nach der Kotierung werden insgesamt sieben Vanguard ETFs an der SIX Swiss Exchange gehandelt. Die ETFs sind physisch repliziert und notieren in Schweizer Franken. So haben Anleger einfacheren Zugang zu Vanguard Indexfonds in der Lokalwährung.  Die in der Schweiz gelisteten ETFs gehören mit einem Total Expense Ratio zwischen 0,09% und 0,45% (siehe nachstehende Tabelle) zu den kostengünstigsten Produkten im Markt.

Vanguard Group, Inc. („VGI“) nutzt seit 2003 FTSE-Indizes und verwendet FTSE-Benchmarks für 21 Index-Portfolios weltweit. Das Anlagevermögen dieser Portfolios beläuft sich per 31. März 2013 auf USD 8,7 Mrd. Die FTSE-Indizes erfüllen die Vanguard Best Practice Standards und bieten eine umfassende Marktabdeckung.  Axel Lomholt, Head of International Product Development and Management bei Vanguard, kommentierte die neuen ETFs wie folgt: „Mit dem Listing weiterer ETFs an der SIX Swiss Exchange unterstreichen wir unser Engagement am europäischen Markt im Allgemeinen und am Schweizer Markt im Besonderen. Durch den einfachen Zugang zu den ETFs in Europa haben nun mehr Investoren die Gelegenheit, ihre Anlageziele kostengünstig zu erreichen.“

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Vanguard betreut seit 1998 Anleger in der Schweiz und gründete, nach Eröffnung eines Büros 2008 in Zürich, im Mai 2011 eine von der FINMA regulierte Schweizer Gesellschaft. Sie blickt auf viele erfolgreiche Jahre in der Entwicklung und weltweiten Verwaltung von ETF-Produkten zurück. Im Jahr 2001 lancierte Vanguard seinen ersten ETF in den Vereinigten Staaten und verwaltet mittlerweile 88 ETFs mit einem Anlagevermögen von nahezu USD 290 Mrd. weltweit.

Quelle: Vanguard

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